Über mich 1 Philosophie und Wahrheit 2 Gesetz der Logik 3 Wissen und Beweise 4 Bewusstsein 5 Subjekt und Objekt 6 Paradoxa von Zenon 7 Grenzen der Wissenschaft
1.4 Bewusstsein Subjekt.  Ein Subjekt ist bewusstes Sein. Bewusst-sein ist das Gewahrsein des eigenen Daseins. Es ist das  ICH BIN-Empfinden im Zentrum eines Individuums. Es gibt kein unbewusstes ICH. Das Subjekt weiß  vielleicht nicht, was es ist, aber dass es ist. Jedes Subjekt empfindet: ICH BIN. Wenn das Subjekt  sprechen könnte, spräche es nur einen Satz: „Ich bin.“ Aus diesem zentralen ICH heraus geschieht  jede Wahrnehmung und jedes Erleben. Das Subjekt kann sich seines Seins in unterschiedlichen  Graden gewahr sein (Trancen, Träume), das Selbst-Gewahrsein darf aber niemals verschwinden,  sonst verschwinden auch Bewusstsein und damit Wahrnehmung der Welt. [1]  Ein Subjekt kann nichts erleben, ohne sich dabei auch seines Seins als Erlebender bewusst zu  sein. Es gibt kein unbewusstes Erleben. Wenn sich das Subjekt nur seiner Wahrnehmungen, nicht  aber auch seines Seins als Wahrnehmender bewusst wäre, wäre der Wahrnehmende unbewusst.  Wenn er aber unbewusst wäre, dann nähme er nichts wahr und könnte somit nichts erleben. Wer  sollte etwas erleben, wenn kein ICH vorhanden ist? Auf wen würde das Erleben sich beziehen? Es  gäbe keinen Bezugpunkt. Der Bezugspunkt ist das ICH, das Subjekt. Wenn in einem Organismus kein  Subjekt ist, dann gibt es in ihm kein Erleben, sondern nur unbewusste Prozesse. [2]  Das Subjekt ist bewusstes Sein. Ohne Subjekt gibt es weder Wahrnehmung noch Erleben. Bewusstsein ist das subjektive Gewahrsein: Ich nehme wahr. Ich habe Dasein. Es ist in jedem  Individuum dasselbe ICH BIN, denn „Ich bin“ und „Ich bin“ sind nicht unterscheidbar. Bewusstes  Sein ist bewusstes Sein. Erst der informationelle Inhalt der Identifikation nach dem „Ich bin“ ist  individuell. Ich bin ein Mann. Ich bin eine Frau. Ich bin 40 Jahre alt. Ich bin Vater. Ich bin Mutter. Ich  bin groß. Ich bin klein. Ich bin Anwalt. Ich bin dies oder jenes. All diese relativen Zusätze trägt das  unpersönliche Ich bin als persönliche Merkmale an sich. Was diese Information auch immer sein mag,  Ich bin bleibt davon unberührt. Das Subjekt ist reiner, wacher, bewusster Geist.  Bewusstsein können keinerlei Parameter zugeschrieben werden, keine Konditionierungen,  Programmierungen, Zu- oder Abneigungen, Willen oder Unwillen, kurz: keine Inhalte, keine  Information. Das reine Subjekt an sich ist neutral. Es kann keinen Grund geben, in die eine oder  andere Richtung der Kausalitäten einzugreifen. Damit kann das Subjekt keinerlei Einfluss besitzen. Es  kann keine Kontrolle über das Geschehen ausüben. In seiner Neutralität ist es nicht involviert. Es  nimmt Kausalitäten nur wahr. Das Subjekt kann somit nur ein reiner Beobachter sein, ein  unbeteiligter Zeuge im Hier und Jetzt. ICH BIN und ICH nehme wahr. [3]  Das Subjekt/Bewusstsein ist der geistige Funke, das innere Licht, das Lebendige im Individuum.  Das Subjekt ist selbst-bewusstes Dasein im Gegensatz zum selbst-unbewussten Dasein des Objekts.  Der Wahrnehmende ist ein Subjekt. Der Inhalt der Wahrnehmung ist ein Objekt. Objekte sind die  Teile des kausalen Netzwerks. Sie üben Einfluss aufeinander aus. Im Zentrum der Objekte ist das  Subjekt, von dem die Wahrnehmung all dieser Objekte ausgeht. Dieses Zentrum muss frei sein von  Kausalitäten, so wie die Radnabe eines sich stets bewegenden Rades unbeeinflusst vom Stand des  Rades ist. Das Subjekt muss ein in sich ruhender Mittel-Punkt sein. [4]  Das Subjekt ist bewusster Geist. Es nimmt uninvolviert Objekte wahr. Reines Bewusstsein kann kein Inhalt sein. Es kann aus nichts bestehen, weder Energie noch  Information, denn jeder Bestand ist ein Inhalt, ein Objekt. Dennoch hat Bewusstsein Dasein. Es ist  nicht nur Nichts. Es muss sein Dasein aber an der Schwelle zwischen Nicht-Bestehen und Bestehen  haben. Bewusstsein kann weder 100% negativ wie das Absolute sein, noch 100% positiv wie der  Kosmos. Es muss aber an beiden „Seiten“ Anteil haben. Es ist negativ, denn es ist unpersönlich. Damit  gleicht es dem Absoluten. Es ist aber auch positiv, denn es besitzt Dasein. Damit gleicht es dem  Kosmos. Bewusstsein ist ein relatives Paradoxon zwischen Absolutem und Relativem.  Das Subjekt gleicht einem Loch im Stoff. Ein Loch ist von seiner Natur her nichts. Leere. Da Leere  von Leere aber nicht unterscheidbar ist, ist jedes Loch im Prinzip dasselbe Loch. Nichts ist von Nichts  nicht unterscheidbar, denn es besteht aus keinen unterscheidbaren Eigenschaften. Das Loch ist nicht  aus sich selbst heraus definierbar, sondern nur über die Grenze des Loches. Die Beschreibung eines  Loches ist immer die Beschreibung des Stoffes um das Loch herum. Kreisrundes, ovales, eckiges Loch.  Diese Attribute ergeben sich aus dem Stoff, nicht aus dem Loch selbst. Der Stoff individualisiert die  absolute Leere zu einem relativen Loch. Das Loch ist in Abhängigkeit. Es gibt kein absolutes Loch.  Wie könnte ein Loch von einem anderen Loch unterschieden werden, wenn nicht der Stoff als  Unterscheidungskriterium herangezogen wird? Nur die stofflichen Parameter trennen die Löcher. Das  Nichts wird durch den Stoff begrenzt und durch diese Definition ein Loch. Dieses eine Loch kann an  vielen Stellen im Stoff auftreten. Es ist immer dasselbe Loch, nur der Stoff herum ist unterschiedlich.  Wenn man einem Loch seinen Stoff wegnähme, dann verschwände es in der Leere und würde zu dem,  was es von seiner Natur her ist: Nichts. Das Loch erhält erst durch den Stoff sein Dasein. So braucht  auch das Subjekt seine Paramter. Ohne definierende Paramter wäre ein Subjekt kein Subjekt.  Das Subjekt ist an der Schwelle zwischen Relativem und Absolutem. Subjekt und Individuum. Subjekte sind nicht dadurch zu unterscheiden, was sie sind, sondern nur dadurch, was sie  besitzen. Es ist der Unterschied von Sein und Haben. Wenn viele Subjekte dasselbe besäßen, gäbe es  nicht viele Subjekte, sondern nur ein Subjekt. Wenn viele Subjekte nichts besäßen, gäbe es nicht viele  Subjekte, sondern Nichts. Der Besitz des Subjekts macht Subjektivität erst möglich. Das Subjekt  besteht aus keinen positiven Eigenschaften, aber es besitzt positive Eigenschaften. Seine Natur ist  unpersönlich, aber es besitzt Persönlichkeit. Es ist kein Objekt, aber es besitzt ein Objekt. Dieses  Objekt ist immateriell. Es ist seine Information.  Ohne Objekt kein Subjekt! [5]  Ein Subjekt ist erst durch individuelle Information subjektiv. Sie gibt ihm die Perspektive.  Bewusstsein kann nicht von seinem Inhalt getrennt werden. Darum gibt es nur durch Information  individualisiertes Sein, relatives Sein, denn es ist abhängig von seinen relativen Paramtern. Diese  Verbindung von Subjekt und Information ist ein Individuum, ein bewusstes Wesen, ein Lebewesen. Es  ist von individuellen Inhalten durchdrungenes Bewusstsein. Es ist ein Subjekt mit einem Objekt, ein  ICH mit Parametern, ein geistiger Funken mit einem Informations-Komplex. Das Individuum ist die  einzigartige Lebens-Essenz im Zentrum des (bewussten) materiellen Menschen.  Es kann in der Praxis kein reines Subjekt geben. Ein Subjekt braucht immer ein Objekt zu seiner  Individualisierung. Es besitzt immer relative Parameter. In der Praxis ist das Subjekt somit stets ein  Individuum. Das reine Subjekt, den reinen Beobachter, das X in der Formel, gibt es nur in der  Theorie. In der Praxis greift das Subjekt als Individuum durch seine Wahrnehmung immer in die  Prozesse des Kosmos ein. Es kann sich aus der Handlung nicht herausnehmen, denn es ist untrennbar  von seiner Information, die Teil der Handlung ist. Das Subjekt besitzt immer sein Objekt aus  Information, über das es sich als Subjekt kontituiert und in die Welt involviert. [6]  Es gibt kein Subjekt ohne Objekt. Bewusster Geist ist immer mit Information zu einem Individuum verschmolzen. Ein Subjekt kann nur Objekte wahrnehmen, niemals aber sich selbst, denn es ist kein Objekt.  Das Subjekt ist kein Wahrnehmungs-Inhalt. Der Wahrnehmende der Inhalte ist darum selbst nicht  wahrnehmbar. Es gibt keine unmittelbare Wahrnehmung von Bewusstsein, sondern nur eine  Bewusstheit des Seins. Aber auch das Sein kann nicht unmittelbar wahrnehmbar sein, denn auch  reines Sein ist kein Objekt. Darum kann sich das Subjekt auch seines Seins nicht unmittelbar gewahr  sein. Es braucht für seine Selbst-Wahrnehmung einen Mittler, ein Identifikations-Objekt, das es als  seiend wahrnehmen kann. Das Subjekt nimmt sich selbst als dieses Objekt wahr.  Ein Subjekt ist wie ein Auge, das sich selbst niemals unmittelbar wahrnehmen kann, sondern  immer nur seine Reflexion im Spiegel. Erst über diese Selbst-Reflexion kann sich das Auge mittelbar  selbst wahrnehmen, wird sich seines Daseins gewahr. Ebenso kann sich auch das Subjekt nur über  Selbst-Reflexion als seiend wahrnehmen. Für Selbst-Reflexion benötigt das Subjekt aber ein Objekt,  in welchem es sich reflektieren und damit selbst als seiend erkennen kann. Dieses Objekt ist seine  Information. Innerhalb dieser Information findet Selbst-Reflexion statt. Das Subjekt ist sich seiner  selbst als diese Information bewusst. Es empfindet: „Ich bin – ein Individuum.“  Ein Subjekt kann sein Dasein nicht unmittelbar wahrnehmen. Es braucht ein Objekt als Medium der Selbst-Reflexion. Das Absolute.  Das Absolute ist ex definitione der Gegensatz zum Relativen. Es ist die ultimative Dualität von  Losgelöstheit und Bedingtheit. Es kann hier keinen Kompromiss geben. Das Absolute kann nichts von  dem sein, was der relative Kosmos ist. Das Absolute ist sein totales Gegenteil. Das Absolute kann mit  keinen Begriffen umschrieben werden, mit welchen der Kosmos umschrieben werden kann. Der  Kosmos ist Fülle, Dimensionalität, Zeitlichkeit, Differenz, Veränderung, Bewegung, Aktivität,  Begrenztheit, Wahrnehmbarkeit. Der Kosmos ist kausale Dynamik und Transformation. Der Kosmos  ist Wahrnehmungs-Inhalt. Der Kosmos ist der Bestand. [7]  Das Absolute ist die Negation aller positiven Begriffe. Es ist nicht Fülle, also absolute Leere. Es ist  nicht Dimensionalität, also absolute Dimensionslosigkeit. Es ist nicht Differenz, also absolute  Undifferenziertheit. Es ist nicht Veränderung, also absolute Unveränderlichkeit. Es ist nicht  Bewegung, also absolute Bewegungslosigkeit. Es ist nicht Aktivität, also absolute Inaktivität. Es ist  nicht begrenzt, also absolute Grenzenlosigkeit. Es ist nicht wahrnehmbar, also absolute  Unwahrnehmbarkeit. Das Absolute ist jenseits von Raum und Zeit, Prozessen, Kausalitäten. Es ist  Nicht-Bestand. Das Absolute ist die Negation an sich. Es negiert alles außer Negationen.  Das Absolute ist der Gegensatz zum Relativen. Absolute Eigenschaften sind negative Eigenschaften.        Der Kosmos besteht aus relativen Polen. Die relativen Dualitäten sind ihm inhärent. Es sind die  quantitativen Gegensätze des Kosmos. Beide haben innerhalb des Relativen Bestand. Das Absolute ist  nun der absolute Pol zum Relativen. Er ist kein Bestand. In der ultimativen Dualität von Absolutem  und Relativem hat nur der Pol des Relativen ein Bestehen. Der absolute Pol ist nur ein theoretischer,  logisch notwendiger Pol. Das Bestehen hat seinen notwendigen Gegensatz im Nicht-Bestehen. Wenn  das Absolute bestehen würde, stünde es in Bezug zum Relativen, womit es nicht absolut wäre. Relativ  (von lat. referre)  bedeutet “sich beziehen auf”. Das Relative ist das zu 100% vom Bezug Abhängige.  Absolutus bedeutet unbedingt oder losgelöst. Das Absolute ist das zu 0% Abhängige. Dieses total  Losgelöste kann keinerlei Bezug oder Verbindung zum Kosmos besitzen. Es kann keinerlei Einfluss  haben. Das Absolute kann nicht bestehen, denn Bestehendes steht in beeinflussendem Bezug zu  anderem Bestehenden. Das Absolute kann somit keinerlei praktische Relevanz besitzen. Es ist ex  definitione der ultimative Begriff der Philosophie. Dieser Begriff muss inhaltsleer sein. Es ist der  Begriff für absolutes Nichts, das weder steigerbar noch abschwächbar ist. Wenn das Absolute mit  einem anderen Begriff als einer Negation belegt ist, ist es nicht das Absolute.  Das Absolute ist nicht Sein. Es ist nicht. Niemals. Nirgendwo. Nicht-Heit. Nicht-Sein. Nichts. Das  Absolute besitzt nur Relevanz im Kontext des Subjekts, denn es ist als Natur des Subjekts reines Sein.  Sein ist ein Infinitiv. Es ist „zu sein“. Bewusst-sein, das Subjekt, ist die erste Person. Das „Zu sein“ ist  als Subjekt das „Ich bin“. Sein insisitiert als Bewusst-sein auf sich selbst. Es bejaht sich selbst als  seiend. Das Subjekt ist die „Existenz“ des Absoluten. Das absolute Nichts ist immer im Subjekt  relativiert, womit es nicht mehr das absolute Nichts ist. Es ist im Subjekt relatives Nichts, somit auch  relatives Sein, das die Grundlage allen Bestandes ist. Reines Sein ist das Wesen des Subjekts. [8]  Das Absolute ist immer im Subjekt als relatives Sein individualisiert. Es gibt außerhalb des Subjekts kein Absolutes an sich. Das Absolute ist absolutes Nichts.    [1] Mit ICH ist hier ausdrücklich nicht das Ego gemeint. Das ICH, das Subjekt, ist geistiger Natur. Das  Ego ist nur eine mögliche Position, in der sich das ICH befinden kann. Es ist nur eine Perspektive, aus  der sich die Welt auf eine gewisse Art und Weise darstellt. Das Ego ist ein Standpunkt, der durch  bestimmte Information definiert ist. Das Ego hat also nicht unmittelbar mit Bewusstsein zu tun,  sondern mit Information. Mit „Tod des Egos“ ist nicht der Tod des ICH gemeint, sondern das  Verlassen der Alltags-Perspektive des Menschen. (Siehe die Schrift II.4)   [2] Selbst-Bewusstsein ist eine Tautologie wie “weißer Schimmel”. Bewusstsein ist Selbstbewusstsein,  denn Bewusstsein bedeutet, sich seiner selbst bewusst zu sein. Wenn kein Selbst-Bewusstsein  vorhanden ist, gibt es kein Subjekt und damit nur Bewusstlosigkeit. Der Begriff macht nur insofern  Sinn, als ein Objekt zwar einem Subjekt bewusst sein kann, insofern also ein bewusstes Objekt ist,  allerdings ohne Bewusstsein im Zentrum. Es ist ein sich seiner selbst-unbewusster Inhalt, der sein  unbewusstes Dasein vom bewussten Dasein des Subjekts ableitet.  [3] Es stellt sich die wissenschaftliche Frage: Wozu ist Bewusstsein dann gut? Welchen evolutionären  Vorteil bietet es? Antwort: Keinen! Diese Frage ist eine ungültige Frage. Sie impliziert, dass es um die  Evolution geht, zu der das Subjekt etwas beiträgt. Es ist aber genau umgekehrt. Es geht um das  Subjekt, zu dem die Evolution etwas beiträgt. Die gültige Frage muss also lauten: Wozu ist Evolution  gut? Evolution dient dem Subjekt, nicht das Subjekt der Evolution. Evolution ist ein Vorteil für den  Erhalt von Bewusstsein im Kosmos. (Siehe die Schrift “Mensch und Individuum”)  [4] Das reine Subjekt gleicht dem X in der Formel. Die Formel besteht aus logisch verknüpften Ideen.  Konstante bedingen Variable. Eine Formel braucht ein X, sonst besteht sie nur aus konstanten  Objekten. Sie ist geschlossen und nicht anwendbar. Die Öffnung der Formel ist das X. Hier ist ein  Freiraum. Hier befindet sich keine bestimmte Idee, sondern das Potential für diese Idee. X steht für  das Undefinierte, Unbekannte, das aber logischer Bestandteil der Formel ist. Der von der Formel  unbeeinflusste Freiraum ergibt sich aus der Logik der Formel selbst. Er ist somit relativ.  [5] Bewusstsein an sich ist unveränderlich. Bewusstsein ist Bewusstsein. Dennoch muss Bewusstsein  veränderlich sein, denn es ist ein relativer Faktor im Kosmos. Diese unveränderliche Veränderung ist  aber nur ein relatives Paradoxon. Bewusstsein besteht aus keinen positiven Eigenschaften, womit es  sich nicht wie ein Objekt in einem horizontalen Spektrum verändern kann, sondern nur im vertikalen  Spektrum der Intensität seiner selbst. Bewusstsein ist wie Licht. Es kann stärker und schwächer  leuchten.  Es sind die unterschiedlichen Grade der Wachheit.  Wachheitsgrade sind Bewusstseins-Zustände. Das Subjekt kann träumen, in Halbtrance sein oder  relativ wach sein Leben erleben. Das Subjekt bleibt immer das Subjekt, aber es ist sich seiner selbst in  verschiedenen Graden gewahr. Eine Veränderung des Bewusstseins-Zustandes kann nur über  Information erfolgen, denn nur sie ist unmittelbar kausal veränderlich. Grade an Wachheit können  somit nur über die dem Subjekt präsente Information definiert werden. Das Ausblenden von gewisser  Information führt zu Trance. Das Einblenden gewisser Information führt zu Wachheit.  [6] Wenn vom Subjekt gesprochen wird, ist somit praktisch immer auch das Individuum gemeint. Wo  auch immer ein Subjekt auftritt, dort tritt das Subjekt als Individuum auf. Wo immer ein Individuum  auftritt, da besitzt es ein Subjekt im Zentrum. Das Individuum ist eine Subjekt/Objekt-Einheit. Diese  Faktoren können nur in der Theorie getrennt betrachtet werden. In der Praxis sind sie aber immer  aneinander gebunden. Das X in der Formel ist praktisch immer von einer individuellen Idee belegt.  Hier bringt sich das Subjekt als Individuum ein.  [7] Der Begriff „bestehen“ oder „Bestand“ wird hier statt „existieren“ oder „Existenz“ verwendet, denn  es ist ein umfassenderer Begriff. Er umfasst das Dasein eines jeden Objekts im Kosmos, materiell wie  immateriell. Existenz ist nur der materielle Bereich des Kosmos, dem die Subsistenz als immaterieller  Bereich der Information des Kosmos gegenübersteht. Gemeinsam sind Existenz und Subsistenz der  Bestand, denn sie bestehen beide als Objekte und unterscheiden sich damit vom Nicht-Bestand des  Absoluten. Kosmos = materieller/informationeller Bestand.  [8] Das Absolute ist der duale Pol zum Kosmos. Dieser Pol besitzt aber ex definitione kein Dasein.  Darum ist diese Beziehung eine unechte Relativität. Das Absolute steht dem Kosmos aber im Subjekt  gegenüber, das ex definitione Dasein besitzt. Dies ist die echte Ur-Relativität, die aus den zwei  relativen Polen des Seins besteht: Subjekt und Objekt. Sie decken die Möglichkeiten des Daseins ab:  selbst-bewusstes Dasein und selbst-unbewusstes Dasein. Es gibt nur Subjekt und Objekt. Der absolute  Pol zu diesen relativen Ur-Polen ist Nicht-Sein, Absolutes.   
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