Ausführungen: .
I. Logische Unmöglichkeit einer objektiven Außenwelt I. Prämissen.  1. Logik bedeutet Widerspruchsfreiheit! Wenn alle Menschen sterblich sind und X ein Mensch ist,  dann ist X sterblich. Wenn A größer ist als B und B größer ist als C, dann ist A größer als C. Wenn kein  Viereck ein Kreis ist und alle Quadrate Vierecke sind, dann ist kein Quadrat ein Kreis. Der Inhalt  dieser logischen Schlüsse ist immer wahr. Es gibt zwei Prämissen, die zu einer unausweichlichen  Konklusion führen. Wenn der Inhalt eines logischen Schlusses nicht wahr ist, dann liegt der Grund  nicht in der Logik, sondern in der Unwahrheit der Prämissen. Wenn X doch unsterblich ist, dann sind  entweder nicht alle Menschen sterblich oder X ist kein Mensch. Die Logik selbst ist unantastbar.   Die Gültigkeit der Logik ist die Ur-Prämisse aller Betrachtungen. Es ist Klassische Logik gemeint,  die Mutter aller Sub-Logiken. Gegen die uneingeschränkte Gültigkeit der Logik kann nicht logisch  argumentiert werden. Es wäre ein absurder Angriff auf die eigene Prämisse, denn es würde in der  Argumentation die Gültigkeit der Logik vorausgesetzt werden, also mit dem argumentiert werden,  gegen das argumentiert wird. Ein Angriff auf die Logik kann keinen logischen Grund besitzen. Logik  ist kausale Evidenz. Logik ist unwiderlegbar. Darum muss der Inhalt logischer Schlüsse aus inhaltlich  wahren Prämissen immer wahr sein. Diese Erkenntnis ist Wissen a priori.  2. Das Subjekt ist der Wahrnehmende. Das Objekt ist das Wahrgenommene. Wenn es einen  Wahrnehmenden gibt, dann muss es notgedrungen auch etwas Wahrgenommenes geben und vice  versa. Subjekt und Objekt sind die beiden dualen Pole des Wahrnehmungsprozesses. Sie ergänzen  einander in einer logischen Einheit.  Das Subjekt ist das zentrale ICH BIN-Empfinden im Individuum  als Bezugspunkt allen Erlebens, der geistige Brennpunkt, von dem alle Wahrnehmung ausgeht. Der  Wahrnehmungs-Inhalt des Subjekts ist das Objekt. Nur ein Objekt kann dem Subjekt in der  Wahrnehmung entgegenkommen. (Objekt von lat. obicio, obiectus: entgegentreten)  Kein Subjekt kann anzweifeln, dass es ist. Kein Subjekt kann anzweifeln, dass es wahrnimmt.  Kein Subjekt kann anzweifeln, dass es etwas wahrnimmt. Diese Trinität aus dem wahrnehmenden  Subjekt, dem Akt der Wahrnehmung und dem wahrgenommenen Objekt kann logisch nicht  hintergangen und damit auch nicht bezweifelt werden. Ein Subjekt könnte sich über vieles täuschen,  aber es muss zumindest ein Getäuschter (Subjekt) und eine Täuschung (Objekt) vorhanden sein.  Diese Subjekt-Objekt-Dualität liegt somit jeder Wahrnehmung unanzweifelbar zugrunde. Diese  Erkenntnis ist Wissen a priori.  Die Prämissen der Konklusionen sind Wissen a priori: 1.  Logische Schlüsse aus inhaltlich wahren Prämissen sind inhaltlich wahr. 2.  Subjekt-Objekt-Dualität ist die Grundlage aller Wahrnehmung. II. Konklusionen. 1. Der Wahrnehmende ist das Subjekt. Wahrnehmung geschieht immer aus einer Perspektive.  Ein Subjekt befindet sich immer an einer relativen Raum/Zeit/Informations-Position, von der aus es  die materiellen/energetischen Objekte der Außen-Welt wahrnimmt. Wer aber aus einer subjektiven  Perspektive wahrnimmt, der kann nicht objektiv wahrnehmen. Er nimmt nur so wahr, wie sich ein  Objekt aus der Perspektive dieser exklusiven Position für ihn darstellt. Ein Subjekt erhält immer nur  einen subjektiven Eindruck, also einen relativ gültigen, subjektiven Wahrnehmungs-Inhalt. Objektive,  allgemeingültige Wahrnehmung wäre Wahrnehmung ohne Wahrnehmenden, somit absurd. [1]   2. Da ein Subjekt niemals objektiv wahrnehmen kann, muss alles (!), was in der Wahrnehmung  erscheinen kann, ein subjektiver Inhalt sein. Der gesamte Wahrnehmungs-Inhalt ist ein subjektives  Konstrukt. Es ist der subjektive Schleier, der unter sich die vermeintlich objektiv existenten Objekte  verbirgt. Wenn dieser Schleier aber weggezogen wird, was befindet sich darunter? Das Subjekt nimmt  immer nur die Eigenschaften seiner subjektiven Inhalte wahr. Welche Eigenschaften beschreiben die  Objekte aber objektiv, dh unabhängig von ihrem subjektiven Wahrgenommensein? Diese objektiven  “Objekte” müssen von allen Wahrnehmungs-Inhalten und deren Eigenschaften befreit sein.   Alle Wahrnehmungs-Inhalte sind subjektiver Natur. Daher die Subtraktion: Objekt minus Wahrnehmungs-Inhalt  =  objektives “Objekt” 3. In der Wahrnehmung erscheinen wahrnehmbare, materielle, geformte, begrenzte, definierte,  strukturierte, unterscheidbare, veränderliche, in Kausalitäten eingebundene, relative, raum/zeitliche  Objekte. Da diese Eigenschaften nur die subjektiven Wahrnehmungs-Inhalte beschreiben, können sie  nicht die Eigenschaften von objektiven Objekten beschreiben. Über objektiv existente Objekte kann  nichts Positives ausgesagt werden. Sie können über keine Eigenschaften beschrieben werden, über  welche der Wahrnehmungs-Inhalt beschrieben werden kann. Sie können nur negativ beschrieben  werden, also durch Negation aller Eigenschaften, die den Objekten der Wahrnehmung zu eigen sind.  Objektive “Objekte” müssen somit raum-los, zeit-los, energie-los, form-los, struktur-los, un-  definiert, grenzen-los, un-unterscheidbar, un-veränderlich, un-wahrnehmbar und absolut un-  eingebunden in Kausalitäten sein. Solche “Objekte” sind aber keine (weltkonstituierenden) Objekte  mehr, sondern der negative, absolute Hintergrund aller positiven, relativen Erscheinungen. Die  Eigenschaften von “objektiven Objekten” sind identisch mit den negativen Eigenschaften des  Absoluten, der unmanifesten, ungeteilten, von allen Bedingungen losgelösten Transzendenz: absolute  Leere, Undifferenziertheit, Dimensionslosigkeit jenseits der Subjekt-Objekt-Dualität. [2]  4. Fazit: Es kann kein objektiv existentes Objekt und damit keine objektiv existente Außen-Welt  existieren. Würde der subjektive Schleier von der Außen-Welt weggezogen, befänden sich keine  objektiven Objekte darunter, sondern absolute Leere. Über der Außen-Welt liegt kein subjektiver  Schleier, sie ist der subjektive Schleier. Sie kann (inklusive des materiellen Leibes) nur in der  Wahrnehmung eines Subjekts existieren. Ihre Existenz ist abhängig von ihrem Wahrgenommensein.  Die externe Welt mit Raum/Zeit und Materie/Energie muss daher ein subjektives Konstrukt sein,  eine Subjektivitäts-Blase, eine Vorstellungs-Welt, im Prinzip ein Traum. [3]   Konklusion: Es kann keine objektive Außen-Welt existieren. Die Außen-Welt ist ein subjektives Konstrukt. Die Außen-Welt ist eine Vorstellungs-Welt. III. Kritik. (1) Es müsste gezeigt werden, dass die 1. Prämisse unwahr ist. Wäre ein logischer Schluss aus  wahren Prämissen allerdings nicht immer wahr, gäbe es hierfür keine Begründung. Ein Schluss  könnte grundlos, also zufällig unwahr sein. Wenn er zufällig unwahr sein könnte, könnte er auch  zufällig wahr sein. Wahrheit wäre als Zufallsprodukt veränderlich. Dann gäbe es aber keine Wahrheit,  die ex definitione unveränderlich ist. Der Satz „Es gibt keine Wahrheit“ kann aber nicht wahr sein,  weil er selbst Wahrheit postuliert. Ergo: Die Leugnung der 1. Prämisse ist absurd.  (2) Es müsste gezeigt werden, dass die 2. Prämisse unwahr ist. Die Subjekt-Objekt Spaltung als  Grundlage jeder Wahrnehmung ist aber nicht hintergehbar. Wer diese 2. Prämisse hintergehen will,  der hintergeht sich selbst im wahrsten Sinne des Wortes. Bereits die Idee, dass die 2. Prämisse  unwahr sein könnte, basiert auf der 2. Prämisse, denn die Idee ist als Wahrnehmungs-Inhalt das  Objekt, das vom hinterfragenden Subjekt (geistig) wahrgenommen wird. Darum muss diese Prämisse  wahr sein. Ergo: Die Leugnung der 2. Prämisse ist absurd.  (3) Es müsste gezeigt werden, dass ein logischer Fehler in der Ableitung der Konklusionen  vorliegt. Liegt eine Petitio Principii vor? Gibt es einen performativen Widerspruch? Gibt es  unbewiesene Implikationen? Ist die Konklusion nicht zwingend? Liegt ein Fehl-Schluss vor? Wird  sonst irgendwie gegen die Logik verstoßen? Diese Fragen müssen mit Nein beantwortet werden. Die  Konklusion folgt aus den Prämissen logisch zwingend. Wer eine objektive Außen-Welt postuliert,  postuliert einen quadratischen Kreis. Ergo: Die Leugnung der Konklusion ist absurd.   (4) Es bliebe nur ein letzter objektiver Angriff: Die Konsequenzen sind so absurd, dass die  Konklusion nicht wahr sein kann. Aber was heißt absurd? Absurd bedeutet letztlich unlogisch. Wenn  die Konklusion selbst aber logisch ist, dann muss sie als wahre Prämisse gesetzt werden. Sämtliche  logischen Schlüsse aus ihr können damit nicht unlogisch, d.h. absurd sein. Nur ein unlogischer  Schluss kann in die Absurdität führen. Es ist daher sinnlos, von den Konsequenzen her zu  argumentieren. Ein schlüssiges Gegenargument müsste aus den ersten drei Richtungen erfolgen.  (5) Die Kritik könnte nur mehr subjektiv begründet werden. Subjektive Gründe können aber  keine Argumente für oder wider den Wahrheitsgehalt von Information sein, denn sie entspringen  individuellen Befindlichkeiten. Sie zeigen nur die individuelle Reaktion auf Information. Echte  Gegen-Argumente müssen allgemeingültiger, objektiver Natur sein. Sie können darum nur innerhalb  der Logik erfolgen. Da es aber keine logischen Angriffsmöglichkeiten der Konklusion gibt, gibt es  keinen objektiven Grund für die Ablehnung der Konklusion.  Die Prämissen sind inhaltlich wahr. Es liegt kein logischer Fehler in der Ableitung der Konklusion. Ergo: Die Konklusion muss inhaltlich wahr sein. [1] Eine Perspektive ist durch 3 Parameter definiert: Wo, Wann und Wie wird wahrgenommen? Diese  Parameter sind Wissen a priori. 1. Ein Subjekt muss irgendwo sein, sonst wäre es nirgendwo. 2. Ein  Subjekt muss irgendwann sein, sonst wäre es niemals. 3. Ein Subjekt muss Information besitzen,  sonst wäre es niemand. Ohne relative Parameter hätte das Subjekt kein Dasein. Diese Abhängigkeit  macht das Subjekt und damit seine Wahrnehmung relativ/subjektiv.    Objektive Wahrnehmung würde einen objektiven Wahrnehmungs-Inhalt hervorbringen, also einen  allgemeingültigen Inhalt, der aus jeder räumlichen, zeitlichen und informationellen Perspektive  identisch ist. Ein objektiver Inhalt ist perspektiven-unabhängig und unveränderlich, unbeeinflusst  von Raum/Zeit/Information. Da der sinnliche Wahrnehmungs-Inhalt aber immer abhängig von der  Perspektive ist, sich daher in Raum/Zeit ständig verändert, kann er kein objektiver Inhalt sein.   [2] Das Absolute wird in der Schrift „Bewusstsein“ ausführlich behandelt. Wer das Absolute mit einem  anderen Begriff als einer Negation belegt, weicht vom Absoluten ab. Wenn den Inhalten der  subjektiven Wahrnehmung alle relativen/positiven Eigenschaften entzogen werden, bleiben nur die  absoluten/negativen Eigenschaften des Absoluten zurück. Hier kann es keine vielen Objekte geben,  denn es gibt keine Grenzen, die Objekte definieren könnten.   [3] Es ist damit nur ausgesagt, dass in der Außen-Welt nichts von einem unwahrgenommenen,  materiellen Objekt zurückbleiben kann. Es muss aber Information von ihm zurückbleiben, denn es  kann jederzeit wieder vorgestellt werden. Dieses Informations-Objekt, diese immaterielle Idee, kann  aber nicht extern zurückbleiben, sondern nur intern. Dieser Punkt wird in den Schriften “Relativer  Solipsismus” und „Wirklichkeit und Illusion“ erläutert.  
1 Philosophie und Wahrheit 2 Gesetz der Logik 3 Wissen und Beweise 4 Bewusstsein 5 Subjekt und Objekt 6 Paradoxa von Zenon 7 Grenzen der Wissenschaft Über mich Anfang Kontakt