1 Relativer Solipsismus 2 Wirklichkeit und Illusion 3 Programm der Natur 4 Mensch und Individuum 5 Kosmische Lebenserhaltung 6 Theismus und Atheismus 7 Geistiger Pfad Über mich zur I.  Haupt-Schrift zur II. Haupt-Schrift
II.5 Kosmische Lebenserhaltung Kosmos und Bewusstsein. Der Kosmos kann niemals verschwinden, denn: Wohin sollte er verschwinden? Ins Absolute? Das  Absolute ist Nichts, Nirgendwo und Niemals. Es gibt ex definitione kein Nichts. Bestehendes kann  nicht irgendwohin verschwinden, wenn es „irgendwohin“ gar nicht gibt. Relatives kann nicht zu  Absolutem werden. Das Absolute ist nur ein negativer Bezug, von welchem sich das Relative positiv  abgrenzt. Das Absolute ist der theoretische Hintergrund. Relativität braucht immer Bezugnahme.  Relativität ist Bedürftigkeit. In ihrer Gesamtheit bedarf sie des Absoluten. Damit bedarf sie jedoch  praktisch nichts. Ihre Bezugnahme ist eine theoretische, keine praktische Bezugnahme.  Der Kosmos muss in der Praxis autark ein. Es gibt nichts, das Eingriff in ihn nehmen, nichts, das  Einfluss auf ihn ausüben könnte. Er ist die Summe aller Informationen und Kausal-Prozesse. Er ist  der PROZESS.  Er ist der einzige Prozess. Der Kosmos muss daher ein geistiges Perpetuum Mobile  sein. Er kann sich an nichts „reiben“, weshalb er nichts von sich verlieren kann. Es kann auch nichts  hinzukommen, denn außer dem Kosmos besteht nichts. Alles findet innerhalb des Kosmos statt. Der  Kosmos muss somit ein in sich geschlossenes Ganzes sein. Jede praktische Bezugnahme des Kosmos  kann immer nur auf sich selbst erfolgen. Alle Bezugs-Punkte liegen im Kosmos selbst.   Der Kosmos unterliegt keinen Einflüssen. Er ist ein autonomer Prozess. Diese Tatsache ist die Wurzel aller Rückbezüglichkeit. Der Kosmos muss zu 100% selbstbezüglich  sein. Er muss damit ein zu 100% geschlossenes System mit einen zu 100% in sich geschlossenem  Prozess darstellen. Der Gesamt-Prozess kann keine Spirale mehr sein. Spiralen sind nicht  geschlossen. Sie sind nur Kreisläufe im Prinzip. Teil-Prozesse können in ihrem Zyklus auf die nächste  Ebene ihrer Spirale ausweichen, um der Redundanz zu entkommen. Aber die Summe aller Prozesse in  ihrer Gesamt-Rückbezüglichkeit kann sich am Ende selbst nicht ausweichen, denn: Wohin? Es gibt  keinen externen Bezugpunkt. Nur als Kreis kann ein Prozess zu 100% in sich geschlossen sein. [1]  Auf einem Kreis gibt es für einen Prozess nur relativen Fortschritt. Letztlich kann nichts Neues  entstehen. Es muss alles in der unveränderlichen Ordnung des Kosmos bestehen bleiben. Der Kosmos  kann seiner Redundanz ultimativ nicht entkommen. In ihrer Gesamtheit kann die Information des  Kosmos keiner Veränderung unterliegen. Veränderung geschieht nur aus der relativen Perspektive  eines Subjekts innerhalb eines Teil-Prozesses. Der Kosmos in allen Stadien seiner selbst betrachtet,  ist ein unveränderliches, vollkommenes, in sich geschlossenes Ganzes. Sein Prozess trifft wie ein  Kreis letztlich wieder auf sich selbst. Der Kosmos ist der ewige Ouroboros.  Der Kosmos ist ein Kreislauf. Es gibt nur relative Veränderung auf seiner Kreisbahn. Der Kosmos ist in seinen Prozessen autonom, aber er braucht dennoch ein ihn wahrnehmendes  Subjekt. Ohne Subjekt gibt es keinen Kosmos, denn: Ohne Subjekt, kein Objekt. Wenn alle Subjekte  aus dem Kosmos verschwinden würden, dann verschwänden mit ihnen auch alle Objekte und damit  der Kosmos selbst. Es gäbe weder Subjekt noch Objekt. Es gäbe absolut nichts mehr. Und es könnte  auch absolut nichts mehr geben, denn aus Nichts kann nichts kommen. Da der Kosmos aber niemals  verschwinden kann, muss es immer Subjekte in ihm geben. Das Verschwinden aller Subjekte ist  ausgeschlossen. Bewusstsein muss ein ewiger Faktor im ewigen Kosmos sein.  Der Kosmos ist rückbezüglich. Er kann sich in seinen Prozessen immer nur auf sich selbst  beziehen. Er hält sich als Perpetuum Mobile selbst am Laufen. Dies ist aber nur in Kombination mit  Bewusstsein möglich, denn: ohne Subjekt, kein Laufen. Die Beständigkeit des Kosmos inkludiert  somit die Beständigkeit von Subjekten. Es muss im Plan des Kosmos liegen, dass Bewusstsein niemals  vergehen kann. Da das Subjekt/Bewusstsein Leben ist, ist der Prozess des Kosmos letztlich ein  Lebenserhaltungs-Prozess. In dieser Rückbezüglichkeit liegt der elementare Daseins-Drang aller  Systeme. Es ist die Selbst-Erhaltung, die dem Kosmos und jedem seiner Teile immanent ist. [2]  Das kosmische Konzept muss den Erhalt von Bewusstsein inkludieren. Bewusstsein muss darum ewig sein. Lebenserhaltung. Kein Individuum kann ein vom Ganzen unabhängiges Dasein besitzen, ob es sich nun in der  Vorstellungs-Welt oder in der Wirklichkeit befindet. Es ist Teil des Ganzen und steht darum immer in  Bezug zum Ganzen. Ein Individuum muss daher ein relativer Faktor im Kosmos sein. Damit ist ein  Individuum veränderlich, unterliegt der Zeit und letztlich auch der Vergänglichkeit. Ein Individuum  ist ein relativer Prozess, der sich innerhalb der Dualität des Kosmos notgedrungen zwischen den  beiden Polen Anfang und Ende aufspannen muss. Ewigkeit kann keine Eigenschaft eines relativen  Teil-Prozesses im Ganzen sein. Nur die Gesamtheit kann ewig bestehen.  Jedes Individuum besitzt Anfang und Ende. Auch ein Individuum der Wirklichkeit kann seinen  Prozess nicht ewig forsetzen. Ewiges Leben innerhalb eines Prozesses kann es nur als Kollektiv, nicht  als Individuum geben. Individuen können kommen und gehen, aber das Kollektiv als solches kann  ewig bestehen bleiben, wenn: jene Individuen, die das Kollektiv verlassen, immer wieder durch neue  Individuen ersetzt werden! Ein Kollektiv muss darum Individuen zeugen, die an einem bestimmten  Punkt ihres Prozesses in das Kollektiv aufgenommen werden. So bleiben die Kontinuität des  Kollektivs und damit auch die Ordnung seiner Welt aufrecht erhalten.  Ein Kollektiv kann nur Bestand haben, wenn immer wieder Individuen gezeugt werden, die das Kollektiv inmitten der Vergänglichkeit ewig machen. Die Gruppe von Individuen, die die Wirklichkeit aufrechterhalten, könnte man das KOLLEKTIV  nennen. Diese INDIVIDUEN befinden sich nicht in einer Vorstellungs-Welt. Sie sind wache  Individuen der Wirklichkeit. Sie müssen aber ein Interesse daran haben, dass ihr KOLLEKTIV  fortbesteht, denn dieses Interesse ist dem Kosmos inhärent. Das Prinzip der Erhaltung der Art ist das  essentielle Prinzip eines jeden Meta-Systems. Es kann sich nur erhalten, in dem es seine Mitglieder  erhält. Jedes System ist auf seiner eigenen Ebene rückbezüglich. Der Rück-Bezug eines Meta-Systems  zeigt sich in der Selbstlosigkeit seinen Mitgliedern gegenüber.  INDIVIDUEN des KOLLEKTIVS müssen somit Nachkommen zeugen, um ihre Art zu erhalten. Es  ist ein kosmischer Prozess, der wie jeder Prozess einem Prinzip folgen muss. Dieses Prinzip kann nur  das Grund-Prinzip sein. Es ist das einzige logische Prinzip im Kosmos. Über dieses Grund-Prinzip  muss die Zeugung erfolgen. Da es auch das Prinzip hinter den Vorstellungs-Welten ist, müssen diese  materiellen Welten die Zeugungs-Orte des Kosmos sein. Es sind materielle Gebärmütter, in welchen  INDIVIDUEN ihre Kinder bis zur geistigen Geburt in die Wirklichkeit heranreifen lassen. Die  Vorstellungs-Blase um ein Subjekt herum ist die Matrix, die im Geist materiell erscheint. [3]  Vorstellungs-Welten sind die Gebärmütter des Kosmos. Sie dienen der kosmischen Lebens-Erhaltung. Auch ein INDIVIDUUM des KOLLEKTIVS muss seinen Anfang in einer Vorstellungs-Welt  genommen haben. In dieser kosmischen Gebärmutter beginnt die Reise eines jeden Individuums.  Hier ist es in seiner Vorstellung materieller Mensch und sammelt menschliche Erfahrungen. Da dies  von Anfang an seine Erfahrungs-Welt darstellt, sind seine Erfahrungen von Anfang an menschlich. Es  lernt, den menschlichen Weg zu gehen. Es lernt als Mensch zu denken, zu fühlen, zu handeln. Kurz:  Es wird im Mutterschoß zum Menschen gemacht. Wenn das Individuum in die Wirklichkeit geboren  wird, dann kann es darum nicht aufhören, Mensch zu sein. Es ist bloß kein materieller Mensch mehr.  Individuen der Wirklichkeit sind MENSCHEN. Sie haben die materielle Evolution abgeschlossen  und befinden sich in einem anderen Stadium des Daseins, in dem es nicht mehr um Herauswicklung  geht, sondern um Vereinigung. Es sind die Menschen der Zukunft, nicht aber in einem zeitlichen,  sondern in einem inhaltlichen Sinne, denn sie sind den materiellen Menschen geistig weit voraus. Es  sind Menschen in ihrer höchsten Verwirklichung, Geborene und damit vollkommene MENSCHEN.  Auch sie besitzen ihre geistigen Limitierungen, die jedoch nicht als Makel, sondern als naturgegeben  im jeweiligen Stadium ihres Prozesses begriffen werden müssen. Es sind geistige Alters-Gruppen.  Individuen der Wirklichkeit sind MENSCHEN im Stadium des rein geistigen Daseins. Das erste große Ziel des MENSCHEN-Kindes ist die Geburt in die Wirklichkeit. Der Weg dorthin  ist der Geistige Weg. Aber auch nach diesem Erwachen in die Wirklichkeit kann der Prozess nicht zu  Ende sein. Solange es diesen MENSCHEN gibt, muss es seinen Prozess geben. In der Wirklichkeit  wird er Teil des KOLLEKTIVS an MENSCHEN. Er muss dort seine Funktionen besitzen, denn nichts  kann ohne Funktion im Kosmos sein. Aber dieser Prozess kann in der Wirklichkeit nicht ewig währen.  Er kommt am Ende an eine neuralgische Grenze. An dieser Grenze ändert sich der Daseinszustand  des MENSCHEN grundlegend. Er tritt in den Zustand der tranzendenten Gottheit. [4]  Wirklichkeit und Vorstellungs-Welt stehen in Wechselwirkung wie die Welt der Geborenen und  die Welt der Ungeborenen. Diese Welten sind in Symbiose. Sie bedingen einander und sind darum  untrennbar. Wenn es keine Ungeborenen gäbe, woher kämen die Geborenen? Wenn es keine  Geborenen gäbe, woher kämen die Ungeborenen? Die materielle Welt braucht die Wirklichkeit, aus  der der zündende Funke kommt, der ihren Prozess als Mutter (Materie, Matrix) in Gang setzt. Die  Wirklichkeit braucht die materielle Welt, in der die Funken heranreifen, bis sie geboren werden und  einst selber Funken sähen. Es ist der Kreislauf der kosmischen Natur.  Vorstellungs-Welten und Wirklichkeit sind in Symbiose. Sie halten einander in einem ewigen Zyklus aufrecht. Der Zeugungs-Akt kann für einen MENSCHEN nur ein geistiger Akt sein, denn er besitzt keinen  materiellen Körper. Er ist ein Geist-Wesen. Bei der Zeugung eines Kindes erfolgt ein geistiger  Ebenen-Wechsel von Wirklichkeit zu Vorstellungs-Welt. Es gleicht somit dem Einschlafen in einen  Traum. Es muss aber gleichzeitig geistiger Zeugungs-Akt sein, der im Prinzip genauso ablaufen muss,  wie jeder Akt der Zeugung selbst-reflexiver Systeme. Der MENSCH der Wirklichkeit begibt sich mit  einem repräsentativen Aspekt seiner selbst (Samen-Zelle), in ein selbst-reflexives Programm (Eizelle),  das seinen essentiellen Aspekt einschließt und über einen Kausal-Prozess weiter trägt.  Durch die Reflexivität des Programms wird der Aspekt auf sich selbst zurückgeworfen. Es bleibt  innerhalb des Bewusstseins-Feldes des zeugenden MENSCHEN ein gertrenntes Subjekt im Aspekt,  ein Individuum, ein MENSCHEN-Kind. Dieser Abspaltungs-Prozess muss bewusst vollzogen werden,  andernfalls er kein Zeugungs-Akt, sondern nur ein Traum wäre. Der MENSCH selbst muss dabei  wach bleiben. Er muss einen bewussten, repräsentativen Aspekt seiner selbst bewusst abtrennen und  in einem Prozess der Matrix verwickeln. Samen und Eizelle sind auf dieser Ebene Ideen, die zu einer  Einheit verschmolzen werden. Letztlich ist dieser Prozess ein geistiger Sexual-Akt.  Dieser informationelle Prozess muss im Inneren eines MENSCHEN stattfinden. Information  befindet sich immer im MENSCHEN. Der MENSCH ist somit mit seinem Kind/seinen Kindern  schwanger. Es ist eine geistige Schwangerschaft. Ein MENSCH ist als Impulsgeber einerseits Vater.  Er verlagert seinen geistigen Samen in die Eizelle der Mutter. Diese Mutter-Information muss sich  aber ebenfalls in ihm selbst befinden. Dieser MENSCH kann darum nicht nur Vater, sondern muss  auch Mutter sein. Er ist ein Doppel-Individuum. Es zeugt in sich individuelle Abbilder seiner selbst,  reproduziert sich somit selbst und erhält damit KOLLEKTIV und Kosmos. [a]  Die Zeugung von Kindern auf der Ebene des KOLLEKTIVS muss ein konzeptioneller Bewusstseins-Akt sein. KOLLEKTIV. Der Kosmos ist ein geschlossenes System. Es gibt nichts Systemfremdes. Seine System-Teile  müssen daher miteinander verbunden sein, sonst gehörten sie nicht zum System. Allem liegt  Information zugrunde. Alle Teil-Systeme des Kosmos müssen somit über identische Information  verbunden sein. Wenn eine Gruppe von Teil-Systemen im Kern identische Information besitzt, dann  kann sie zu einem Meta-System zusammengefasst werden. Sie bilden eine Familie. Eine Familie ist  ein Meta-System aus Einzel-Systemen, die alle im Kern auf derselben Information basieren. Diese  Wurzel verbindet die an sich Einzelnen zum vereinten Kollektiv. [5]  Das KOLLEKTIV der MENSCHEN kann somit Familie genannt werden. Es sind Individuen, die  wegen ihrer System-Verbundenheit im Kern identische Information aufweisen müssen. Es ist das  universelle Verwandtschafts-Prinzip. Wenn Systeme im Kern ihrer individuellen Information  identische Information besitzen, dann sind sie verwandte Systeme. Sie sind untrennbar verbunden.  Das KOLLEKTIV der Wirklichkeit muss daher eine Verwandtschaft darstellen, eine Einheit im Kern.  Ohne materielle Grenzen muss diese informationelle Einheit unmittelbar sein. Es ist Einheit inmitten  von Trennung, viele Arme eines Körpers, viele Flammen eines Feuers.  In der Gegenüberstellung des Einzelnen zum Kollektiv liegt die Ur-Hierarchie des Kosmos. Sie  ergibt sich aus der Beziehung des Teils zu seinem Ganzen. Dieses Hierarchie-Prinzip muss bereits im  Grund-Prinzip enthalten sein. Darum müssen der Kosmos und alle seine Teile in Hierarchien  strukturiert sein. Diese Struktur muss eine Fraktal-Struktur sein. Höhere Ebenen müssen niedere  Ebenen beinhalten. Es ist das Muster von konzentrischen Kreisen, ein Ur-Muster des Kosmos. Ein  System ist Teil eines Meta-Systems, das Teil eines Meta-Meta-Systems ist, bis endlich der Kosmos als  das SYSTEM alles beinhaltet. Er ist die Summe aller Einzel-Systeme. [6]  Das KOLLEKTIV ist eine hierarchische Verwandtschaft. Ihre Mitglieder tragen im Kern dieselbe Information. Eine Welt von Verbundenheit ist eine Welt wahrer Liebe. Dies induziert die Vorstellung von  Licht, Wahrheit, Klarheit, Wissen, kurz: absolute Vollkommenheit. Es sind aber Ideale, die nirgendwo  im Kosmos zu 100% erreicht werden können. Nur der Kosmos in seiner Gesamtheit kann aufgrund  seiner Geschlossenheit absolut vollkommen sein, niemals ein Teil seiner selbst. Alle Prozesse des  Kosmos streben aber in Richtung dieser absoluten Vollkommenheit. Dieses Ideal muss auf der  Grundlage der bewussten Verbundenheit von den MENSCHEN aber auf hohem Niveau verwirklicht  sein. Totale Trennung ist hier eine Illusion. Das KOLLEKTIV lebt in einer vereinten Getrenntheit.   Gebärmütter stellen den anderen Pol des Kosmos dar. Sie sind getrennte Einheiten. Sie beruhen  primär auf dem Prinzip der Dualität, der Idee der Trennung, denn sie müssen ein Individuum  isolieren und damit im Selbsterkenntnis-Prozess auf sich selbst zurückzuwerfen. Wegen des primären  Prinzips der Trennung sind es zerrissene Welten der Extreme. Es sind Welten des Schlafs, der Trance,  des Unwissens, Welten der Illusionen, Traum-Welten, die himmlische Höhen und höllische Abgründe  inkludieren. Es geht nicht um die Vervollkommnung dieser Welten. Sie sind vollkommen in ihrer  Unvollkommenheit. Es geht um die Geburt des Individuums in die Wirklichkeit. [7]  Vorstellungs-Welten sind naturgemäß zerrissene Welten. Es sind dunkle Höhlen der Transformation. Die Wirklichkeit des KOLLEKTIVS muss in Relation zu den Vorstellungs-Welten eine Welt von Licht, Wachheit, Klarheit, Wissen und Liebe sein. [1] Ein zu 100% geschlossenes Kausal-System kann in keiner Hinsicht offen sein. Zeit muss somit  ebenfalls in sich geschlossen sein, denn es gibt keinen externen Bezugspunkt des Kosmos für Zeit.  Zeit kann nur im Kosmos, nicht aber für den Kosmos vergehen. Als Ganzes kann sich der Kosmos  nicht bewegen/verändern, weil ihm der relative Bezugspunkt außerhalb seiner selbst fehlt. Es kann  für den Kosmos als Ganzes keine Richtung geben. Darum muss immer alles vorhanden sein.  Der Zeit-Pfeil des kosmischen Kausal-Prozesses kann somit nicht offen sein, denn das Ganze kann  nicht vorwärts kommen. Der Zeit-Pfeil kann also nur geschlossen sein. Es muss ein Zeit-Kreis sein.  Der Kreis ist der Kompromiss von nicht vorwärts können und doch vorwärts müssen. Der Kosmos  wird als Prozess zum Kreis. Bewegung/Veränderung findet relativ auf dem Kreisbogen statt. Es gibt  sie objektiv nicht. Sie liegt einzig in der Wahrnehmung des Subjekts.  Man möchte meinen, dass es auf der Ebene der Information unbegrenzt viele Möglichkeiten geben  müsste. Der Kosmos entfaltet sich immer weiter und weiter. Nichts kann sich jemals wiederholen. Ein  solches System wäre dann aber ein offenes System mit einem offenen Zeit-Pfeil. Es hätte eine  Richtung. Es hätte externe Bezugs-Punkte, auf die es zusteuert. Ohne diese externen Bezugspunkte  muss ein System aber notgedrungen ultimativ auf sich selbst zurückgeworfen sein.  [2] Auf der Ebene der Einzel-Systeme im Kosmos zeigt sich der elementare Daseins-Drang als das  Bestreben, seinen gegenwärtigen Zustand aufrechtzuerhalten. Es ist die Trägheit. Wenn der  momentane Zustand einem System Dasein gewährt, dann könnte eine Änderung des Zustands eine  Bedrohung für das System sein. Systeme wehren sich darum ganz natürlich gegen ihre Veränderung.  Sie besitzen ein Trägheits-Moment, das sich überall im Kosmos finden muss.  Wenn dieses Trägheits-Moment überwunden wird, wenn also eine echten Bedrohung des Zustandes  stattfindet, dann hat ein System nur drei Möglichkeiten: (1) Wenn es ausweichen kann, wird es  ausweichen. (neutrale Reaktion) (2) Wenn es nicht ausweichen kann, wird es seinen Zustand ändern  und als modifiziertes System weiter sein Dasein haben. (positive Reaktion) (3) Wenn beides nicht  möglich ist, wird es sich gegen die Bedrohung zur Wehr setzen. (negative Reaktion)  Die negative Reaktion kann nur dann eintreten, wenn sich ein System soweit modifizieren müsste,  dass es seiner eigenen Definition widerspricht. Und das kann es nicht tun, weil es mit seiner  Definition auch sein Dasein verlieren würde. Es ist daher gezwungen, sich selbst vollkommen zu  mobilisieren, um sich gegen seine Vernichtung zu wehren. Dies gilt für alle natürlichen Systeme,  politische Systeme, Körper-Systeme, Atom-Systeme. Jedes System will seinen Fortbestand.   [3] Gebärmutter/Kind, Eierschale/Kücken, Kokon/Raupe. Dies sind materielle/horizontale Varianten  desselben Prinzips. Ein INDIVIDUUM muss ebenso diesem Prinzip folgen. Es muss ihm aber  notgedrungen in einer geistigen/vertikalen Variante folgen. Die Eizelle wird zum Programm, die  Samenzelle zum geistigen Aspekt, der Kokon zur Vorstellungs-Blase und die materielle Geburt wird  zur geistigen Geburt. Das Grund-Muster ist immer dasselbe.  [4] Es kann keinen Tod im Kosmos geben. Wohin sollte ein Subjekt verschwinden, wenn es nichts  außer Bewusstsein und Kosmos gibt? Ein Subjekt kann sich nur mit einem tieferen Feld vereinigen.  An der Basis des Kosmos muss jede Information vorhanden sein, die Teil eines Prozesses sein kann,  Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese Basis kann nur bestehen, wenn sie wahrgenommen  wird. Sie muss also Teil eines basalen Bewusstseinsfeldes sein. Der Kosmos muss ein bewusstes  Wesen sein, das sich seiner Gesamtheit gewahr ist und darum selbst in keinen Prozess verwickelt ist.  Dieses kosmische Wesen muss ein Doppel-Wesen sein. Der duale Kosmos nimmt sich selbst immer  aus zwei gleichwertigen Perspektiven wahr: männlich und weiblich. Es sind zwei Subjekte an der  Basis, die den Kosmos in allen Stadien seiner Entfaltung umfassen. Ihre Körper sind der Kosmos. Sie  stellen die Umwelt für einander dar. Darum sind sie exklusiv aufeinander bezogen, ineinander  verschlungen, im Augenblick versunken. Zeit ist eine Dehnung dieses Augenblicks. Im Osten wird  dies als Liebes-Akt zwischen Gott und Göttin bezeichnet. Die Basis des Kosmos ist Liebe.  Diese Subjekte sind ewig. Sie transzendieren Prozesse. Jeder MENSCH, der sich in der Wirklichkeit in  seinem Prozess befindet, befindet sich in einen Prozess der Vertiefung in Richtung dieser zentralen  Basis. An der Schwelle vereinigt sich jeder MENSCH mit diesen Subjekten. Er stirbt aus seiner Sicht  aber nicht in dem Bewusstseinsfeld, sondern er erhält die gesamte Information des Feldes, womit er  von ihm nicht mehr unterscheibar ist. Für einen MENSCHEN ist dies der Augenblick der ultimativen  Expansion zu dem Wesen, das er in Wahrheit immer schon war. Hier endet jeder Prozess.  Dieses Fundament aus zwei kosmischen Subjekten in ewiger Umschlungenheit könnte man die  ultimative Realität im Zentrum allen Seins nennen. Sie ist keine Wirklichkeit im wörtlichen Sinne,  denn es gehen keine Wirkungen von ihr aus. Es gibt keine kausale Aktivität. Dieses Realität ist nur die  Basis aller kosmischen Prozesse im Sinne von dem, was immer und unveränderlich Dasein besitzt.  Alles andere ist nur ein Spiel, in dem es letztlich nichts zu gewinnen und zu verlieren gibt. Geistiger  Weg, Geburt und selbst die Prozesse der Wirklichkeit sind nur spielerische Ausdrücke des Seins.  [a] MENSCHEN sind nicht geschlechtslos. Der Kosmos ist Dualität. Aber die notwenige Festlegung  auf eine der beiden Perspektiven erzeugt eine unausgewogene Limitierung. Der vollkommene  MENSCH besitzt daher zwei Perspektiven. Er ist ein Zwillings-MENSCH aus geistigen Pendants. Der  gemeinsame Informations-Kern macht sie zu Zwillingen, die individuelle Erfahrung macht sie zu  Dualen. Im Kern eins, an der Peripherie getrennt, zwei Kreise mit einer Teilmenge. Sie sind  vollkommene, duale Verwirklichungen eines vollkommenen MENSCHEN.  Der MENSCH ist ein Doppel-Wesen und zeugt darum Doppel-Wesen. Seine Kinder sind duale  Zwillings-Paare, die in getrennten Vorstellungs-Welten ihre geistigen Wege gehen. Sie durchlaufen im  Prinzip denselben Prozess, weshalb ihre dualen Perspektiven nicht diametral, sondern vielmehr wie  die leicht verschobenen Perspektiven eines Augen-Paares auf die Welt sind, was dem Bild erst Tiefe  verleiht. Diese Zwillinge gehören zusammen, sind aber von Geburt an getrennt. Wenn sich ihre Wege  letztlich kreuzen, ist das ein heiliger Augenblick der Liebe, denn: Sie sind ein MENSCH.  [5] Diese Familien-Struktur ist der Vorstellungs-Welt überall eingeprägt. Man kann Systeme immer  zu einer Familie zusammenfassen, Elemente, Zellen, Pflanzen, Tiere, Menschen. Begriffe haben  Überbegriffe, die Überbegriffe haben, usw. Der letzte Überbegriff ist Kosmos. Hier ist Endstation. Der  Kosmos ist ex definitione die Gesamtordnung. Aber der Kosmos trägt eine lange Hierarchie an  Ebenen und Meta-Ebenen in sich, die einander fraktal enthalten.  [6] Es muss in der Wirklichkeit hierarchische Informations-Ebenen geben. Da sich das KOLLEKTIV  in seinem Prozess auf diesen Ebenen bewegt, müssen die höheren Ebenen die älteren Ebenen sein.  Zeit verwandelt eine Hierarchie in Generationen. Ältere Systeme beinhalten jüngere Systeme. Sie  besitzen die Kern-Information, in welcher jüngere Systeme verbunden sind. Die Familie des  KOLLEKTIVS muss also Generationen beinhalten, geistig jüngere und ältere MENSCHEN.  Das Prinzip der Generationen ist das Prinzip des Aufbaus von Informations-Systemen über  Kausalität. Ein neues System baut immer auf einem alten System auf. Der kosmische Prozess arbeitet  in Generationen. Nicht nur die Entstehung der Arten folgt diesem Prinzip. Es gibt auch neue  Generationen von technischen Errungenschaften, die die ältere Generation als Vorlage besitzen und  ihren Prozess auf neue Art vollziehen. Das ist der Zyklus des relativen Fortschritts.  [7] Vorstellungs-Welten sind die Retorten kosmischer Alchemie, geheimnisvolle Höhlen, in welchen  intensive Transmutations-Prozesse vonstatten gehen, Kampf der Gegensätze um ihre Vorherrschaft,  extreme Bedingungen als Auslöser der alchemistischen Reaktionen. Doch alles nur Beiwerk. Es muss  am Ende im Kolben zurückgelassen werden. Nur das Extrakt, das Destillat, die Essenz kann den  Kolben durch das Rohr in die Wirklichkeit verlassen. Diese Essenz ist das Individuum, das Kind.  
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