1 Relativer Solipsismus 2 Wirklichkeit und Illusion 3 Programm der Natur 4 Mensch und Individuum 5 Kosmische Lebenserhaltung 6 Theismus und Atheismus 7 Geistiger Pfad Über mich zur I.  Haupt-Schrift zur II. Haupt-Schrift
II.3 Programm der Natur Grund-Prinzip.          Das Fundament der Vorstellungs-Welt muss arrangierte Information in der Wirklichkeit sein. Es  ist ein Informations-System, Regel-Werk, Algorithmus, auf dem alle Natur-Gesetze beruhen. Das  Universum ist ein Programm, das mit einer PC-Spielwelt verglichen werden kann. Die Vorstellungs-  Welt des Subjekts ist aber keine digitale Computerwelt. Sie wird nicht auf einem Monitor generiert,  sondern auf dem geistigen Bildschirm des Individuums. Sie ist eine analoge, geistige Projektion. Das  Individuum erschafft aufgrund eines universellen Programms das materielle Universum in seiner  Vorstellung. Dieses Programm ist die Grundlage von allem Vorgestellen. [1]   In diesem Programm liegt das große Konzept, der Plan. Er ist die Software dieser  materiellen/virtuellen Welt. Er ist das PROGRAMM der Natur und des Menschen inmitten. Alles in  der Vorstellungs-Welt muss gemäß diesem PROGRAMM funktionieren. Es ist die Summe aller Natur-  Gesetze. Seine Grundlage ist Logik. Wenn der Algorithmus nicht in sich logisch wäre, könnte er nicht  funktionieren und als Prozess kausal ablaufen. Es käme keine Kette von Ereignissen zustande. Ein  Programm gleicht einer Reihe von Domino-Steinen. Ein Stein wird auf eine gewisse Art und Weise  angestoßen und alles Weitere folgt gemäß eines Prinzips daraus. Es ist das Prinzip der Kausalität. [2]  Der Vorstellungs-Welt des Individuums muss ein PROGRAMM zugrunde liegen. Das PROGRAMM besteht als universeller Prozess aus Kausal-Ketten. Dieser Prozess braucht  einen Anfangs-Punkt, aus welchem heraus er seinen allerersten „Schritt“ setzt. Dieser Schritt ist  grundlegend. In ihm sind alle weiteren Schritte enthalten. Auf ihm baut der gesamte Prozess auf. Der  Anfang aller Kausal-Prozesse des Universums kann nicht in einer komplexen Struktur liegen, weil  diese Struktur erst kausal aufgebaut werden muss. Wenn die komplexe Welt der Gegenwart in der  Zeit zurückverfolgt wird, dann werden ihre Strukturen und Prozesse notgedrungen immer einfacher  und grundlegender. Der Anfang des PROGRAMMS muss somit sehr einfach sein.  Die Zurückverfolgung eines Entstehungs-Prozesses muss diesen Prozess auf seine Essenz  reduzieren. Damit auch das einfachste System am Anfang aller Prozesse nach dem PROGRAMM  funktionieren kann, muss sein Prinzip letztlich einfach sein. Ein komplexes Prinzip würde einen  einfachen Prozess überfordern. Dieses relativ einfache Prinzip muss das Funktions-Prinzip der Natur  sein. Es steht am Anfang der universellen Kausal-Ketten. Es durchzieht das universelle System und  alle seine Sub-Prozesse. Alles muss sich nach diesem logischen Funktions-Prinzip entfalten, die  einfachsten wie die komplexesten Systeme. Es ist das Grund-Prinzip. [3]  Der elementare Algorithmus an der Basis des PROGRAMMS ist das Grund-Prinzip der Natur. Dieses Grund-Prinzip ist das Saatkorn, in welchem das gesamte PROGRAMM liegt. Aus ihm  ergibt sich alles logisch von selbst. Dieses Grund-Prinzip muss damit das universelle Konzept der  gesamten Vorstellungs-Welt enthalten. Da die Bestandteile dieses Grund-Prinzips einfachst sein  müssen, müssen es essentielle Informations-Bausteine sein, Ur-IdeenUr-Prinzipien, die jedem  Prozess inhärent sind: Aktivität, Stabilisierung, Wechselwirkung, Input, Output, Anpassung,  Gleichgewicht, Bindung, Expansion, Kontraktion (Strukturierung), Loslösung, Auflösung. Logisch  kombiniert ergeben diese Bausteine das Grund-Prinzip der Natur. [4]  Diese Ur-Informations-Bausteine können nicht mehr weiter sinnvoll zerlegbar sein. Darum  müssen sie die Buchstaben der universellen Programm-Sprache sein. Im Grund-Prinzip zeigen diese  Buchstaben logisch arrangiert diese universelle Sprache in ihrer Grammatik. Sie sind aber nicht nur  die Buchstaben des Grund-Prinzips, sondern sämtliche Objekte der Vorstellungs-Welt müssen mit  diesen Buchstaben im PROGRAMM codiert sein. Es gibt keine anderen Buchstaben. Jedes Objekt  muss seinen typischen Code besitzen, der seine prinzipiellen Eigenschaften beschreibt. Aber ihm  zugrunde liegt der basale Ur-Code, das Grund-Prinzip, das sich über alle Codes artikuliert.  Das Grund-Prinzip ist in Ur-Ideen zerlegbar, die nicht weiter zerlegbar sein können. Prinzip der Rückbezüglichkeit.  Es gibt kein anderes Grund-Prinzip. Darum kann es nur nach seinen eigenen Regeln  funktionieren, sich nur an sich selbst orientieren. Es ist somit notgedrungen rückbezüglich. Es kann  nichts anderes hervorbringen, als immer wieder Kopien seiner selbst. Daraus ergibt sich die  Komplexität des PROGRAMMS. Es muss fraktale Ebenen besitzen. Die Kopien des Grund-Prinzips  nehmen an Zahl, Varianten und Komplexität zwar zu, sind aber im Prinzip nichts Neues. Es sind  Wiederholungen des einen Grund-Prinzips. Darum gibt es die prinzipiellen Ur-Muster in der Natur,  die dort in Variationen überall vorzufinden sind. [5]  Dieses Prinzip der Rückbezüglichkeit ist der Schlüssel zum Verständnis aller Prozesse im  PROGRAMM. Es lässt das Grund-Prinzip im Kreis laufen. Der Prozess kommt immer wieder an  seinen Ausgangpunkt zurück. Die zweite Runde kann aber niemals identisch mit der ersten Runde  sein, sonst wäre es nicht die zweite, dritte, etc. Runde. Der Prozess muss also vorwärts kommen. Die  Kombination von Kreislauf und Forschritt ist die Spirale. Sie ist ein Ur-Muster des PROGRAMMS.  Alle Prozesse schrauben sich vorwärts. Sie durchlaufen einen Zyklus und durchlaufen denselben  Zyklus auf der nächsten Ebene der Spirale in neuer Weise wieder. [6]  Das Grund-Prinzip muss ein rückbezügliches Prinzip sein. Es besitzt  fraktale Struktur-Ebenen und Prozess-Zyklen. Das Grund-Prinzip ist noch kein Prozess. Es ist ein Algorithmus. Wenn dieser Algorithmus in  Gang gesetzt wird, beginnt der Prozess. Der Prozess ist der Sklave seines Algorithmus. Er muss sich  ausnahmslos und selbstlos nach ihm richten. Er muss immer wieder dasselbe prinzipielle Ur-Muster  hervorbringen, stellt also immer den Bezug zum Grund-Prinzip her. Aber der Prozess stellt keinen  Bezug zu sich selbst her. Er reflektiert zwar das Grund-Prinzip, aber er reflektiert sich selbst dabei  nicht. Er bearbeitet sich nicht selbst. Der Prozess ist nicht rückbezüglich auf sich selbst, sondern nur  rückbezüglich auf das Ur-Muster, nach dem er arbeitet.   Ein System in einem solchen Prozess läuft reflexartig nach seinem Algorithmus ab. Es ist nur auf  Vorwärtskommen ausgerichtet, auf Reproduktion, Aufbau, Stabilisation, Organisation. Kurz:  Fortschritt. Es gibt hier keinen Rückschritt zu sich selbst. Der Aktions-Vektor des Systems zeigt  ausschließlich vorwärts. So ein System besitzt darum keinen Rück- bzw. Selbst-Bezug. Es kann keine  Innen-Welt besitzen, die erst durch Selbst-Reflexion entsteht. Ohne Innen-Welt kann es auch kein  Selbst-Modell auch damit auch keine Ego-Perspektive geben. Ein so einfaches System kennt keine  Begriffe wie Ich, Innen-Welt  und Außen-Welt. Es ist eins mit seiner Umwelt.   Auf den niederen Ebenen der Rückbezüglichkeit arbeiten Systeme reflexartig nach dem Grund-Prinzip. Der Höhepunkt der Rückbezüglichkeit kann nur die unmittelbare Rückbezüglichkeit eines  Systems selbst sein, eine Rück-Kopplung, eine interne Schleife, eine Selbst-Referenz. Ein solches  System nimmt Bezug auf sich selbst. Es wendet sich sich selbst zu.  Das System zieht eine Grenze um  sich und unterscheidet zwischen sich selbst und seinem Umfeld, womit Innen-Welt und Außen-Welt  entstehen. Das ist die Basis von Selbst-Reflexion. Dadurch entsteht im System ein Selbst-Modell des  Systems, aus dem heraus es mittelbar auf sein Umfeld reagiert. Das System positioniert sich als Ich  inmitten des Selbst-Modells und nimmt eine Ego-Perspektive ein.  Selbst-Reflexion muss der höchst mögliche Zustand eines Systems sein. Sein Prozess kann nur  nach außen oder innen orientiert sein. Es gibt keine dritte Möglichkeit. Wenn der Prozess aber beides  tut, dann hat er im Prinzip sein Potential ausgeschöpft. Er stellt eine prinzipielle Grundlage dar.  Selbst-Reflexion kann auf ihr zwar viele Grade besitzen, aber jeder Grad bleibt Selbst-Reflexion. Die  Ebene selbst-referenzieller Systeme muss darum die höchste und komplexeste Ebene im PROGRAMM  sein, deren einfache Basis die Ebene des Grund-Prinzips darstellt. Selbst-Reflexion ist das vom einem  System auf höchster Ebene vollzogene Grund-Prinzip. [7]  Das Maximum an Rückbezüglichkeit ist die Selbst-Reflexion. Sie kann nur auf der komplexesten Ebene des PROGRAMMS stattfinden. Wissenschaftliche Entstehungs-Geschichte. Es ist logische Konsequenz der Subjekt/Objekt-Einheit, dass es eine materielle Welt nur dann  geben kann, wenn es ein Subjekt gibt, das sich diese Welt auch vorgestellt. Ohne Subjekt kein Objekt.  Wenn es also kein Subjekt gibt, das sich den Ur-Knall vorstellt, dann gibt keinen Ur-Knall. Es gibt  auch keine Fluktuationen, Vibrationen, keine ersten Neutronen, Protonen, Elektronen. Es können  darum aus ihnen auch nicht die ersten Elemente des Universums entstehen und darum keine ersten  materiellen/energetischen Strukturen. Dieser Prozess benötigt Zeit. Zeit ist aber ein subjektives  Konstrukt. Ohne ein Subjekt kann dieser physikalische Prozess somit nicht ablaufen.  Dieser Prozess kann aber auch nicht von einem Subjekt außerhalb des Universums manifestiert  worden sein, denn eine Vorstellungs-Welt wird nur von dem Subjekt manifestiert, das sich innerhalb  seiner Vorstellungs-Welt befindet. Das Subjekt projiziert die Welt um sich herum. Sie kann wie ein  Traum nur von dem Träumer wahrgenommen werden, der sich innerhalb seines Traums befindet.  Außerhalb einer Vorstellungs-Blase befindet sich nichts. Der Welt-Raum mit seinem Universum kann  somit nicht von außerhalb seiner selbst vorstellt werden. Wer sich Prozesse im Welt-Raum vorstellt,  der muss sich mitten im Welt-Raum und seiner Prozesse befinden.  Ein Prozess des Universums vom Ur-Knall weg kann nur abgelaufen sein, wenn sich ein Subjekt im Universum den Prozess auch vorgestellt hat. Ein Subjekt muss in seiner Vorstellungs-Welt eine Ich-Position einnehmen, aus deren  Perspektive es sich diese Welt vorstellt. Ohne Perspektive keine Vorstellung. Diese Position ist aber  nur über ein Informations-System definierbar, denn ein Subjekt an sich ist unpersönliches,  positionsloses, reines Bewusstsein. Das Subjekt braucht also ein System, das die Möglichkeit einer  stabilen Ego-Perspektive bietet. Und das kann nur ein hochgradig selbst-reflexives System bieten. Nur  hier wird das Subjekt über die ständige Selbst-Reflexion des Systems als bewusstes Sein  aufrechterhalten. Das Subjekt bejaht über den Prozess des Systems sein eignes Sein.  Diese selbst-reflexiven Systeme sind komplexe Systeme, denn sie bestehen aus vielen fraktalen  Ebenen. Der Algorithmus läuft in sich selbst verschachtelt. Diese Systeme befinden sich auf der  höchsten Ebene des PROGRAMMS. Sie treten erst lange nach dem Ur-Knall auf. Vor dem Auftreten  dieser Systeme kann sich kein Subjekt im PROGRAMM befunden haben. Es findet dort keinen  Einstiegs-Punkt, keine Ego-Perspektive, aus der heraus das Subjekt sich seine Welt vorstellen könnte.  Erst über das Ego-Zentrum der selbst-reflexiven Systeme findet das Subjekt Zugang zum  PROGRAMM. Erst hier kann die materielle Vorstellungs-Welt beginnen.  Für eine materielle Vor-Geschichte hätten sich wenigstens bereits in den Atomen Subjekte  befinden müssen. Das Atom ist aber kein selbst-reflexives System. Es spult zwar rückbezüglich auf  das Grund-Prinzip seinen Prozess ab, aber es besitzt keinen direkten Selbst-Bezug, somit keine  Selbst-Erkenntnis, keine Beziehung zu sich selbst, kein Ich. Es kann auf die Umwelt reagieren, nicht  aber auf sich selbst. Es ist das einfachste und grundlegendste Informations-System im Universum, die  Manifestation des Grund-Prinzips. Es liegt am Anfang aller Komplexität. Hier beginnt erst der  Aufstieg zur Perfektionierung der Rückbezüglich in komplexen Systemen als Selbst-Reflexion.  Nur in einem selbst-reflexiven System kann sich ein Subjekt befinden. Darum müssen niedere Systeme Ich-los und damit bewusstlos sein. Es ist an dieser Stelle nicht nötig, detailliert zu diskutieren, welchen Systemen Selbst-Reflexion  zugestanden werden kann. Es genügt hier festzuhalten: Atome sind keine selbst-reflexiven Systeme.  Sie besitzen kein Ego. Sie sind die primitivsten Arbeiter der Natur, die keinerlei Selbst-Bezug haben  können. Diese Tatsache annulliert zwangsläufig die gesamte materielle Entstehungsgeschichte des  Universums vom Ur-Knall weg bis zu den ersten Systemen mit Ego-Position. Vor diesen Systemen  konnten keine Subjekte präsent sein. Die materielle Erde kann sich also keinesfalls über einen  langsamen, zeitlichen Prozess aus Staubwolken, Verdichtungen, etc. gebildet haben.  Nun ist das keine spekulative, esoterische Behauptung, sondern unausweichliche Konsequenz der  Subjekt/Objekt-Einheit. Wer diese Konsequenz nicht akzeptieren will, der muss logisch zeigen, dass  der Beweis der Untrennbarkeit von Objekt und Subjekt in der I. Haupt-Schrift und deren  Ausführungen kein Beweis ist, sondern einen logischen Fehler beinhaltet. Da dies aber nicht möglich  ist, ist die Konsequenz notgedrungen zu akzeptieren. Es muss aber eine logische Erklärung für die  wissenschaftliche Entstehungs-Geschichte des Universums geben. Diese Erklärung kann nur im  PROGRAMM der Natur selbst liegen. PROGRAMM und Geschichte sind untrennbar.   Die Erklärung für die Entstehungsgeschichte der Welt liegt im Verständnis ihres basalen PROGRAMMS. Unverwirklichte Geschichte. Es kann im Prinzip nur ein einziges Universum geben. Niemand kann dieses Universum am  Reißbrett entworfen haben. Es ist das eine, universelle Konzept aus logisch arrangierten Ur-Ideen,  das in der Wirklichkeit als Programm liegt. Vom Prinzip her muss jede materielle Welt gleich sein und  denselben Prozess durchlaufen. Im Grund-Prinzip liegt die gesamte Geschichte des Universums vom  wissenschaftlichen Ur-Knall an bis ins Jetzt und in die Zukunft. Erst das Individuum verwirklicht  dieses Konzept in seiner Vorstellung innerhalb einer Bandbreite an Möglichkeiten, die sich aus dem  relativ freien Willen zwischen zwei Ebenen in Wechselwirkung ergibt. [8]  Die Geschichte vor dem Auftauchen der ersten Subjekte in dieser Geschichte, also vor dem  Erscheinen der Vorstellungs-Welten, muss demnach eine unverwirklichte Geschichte sein. Sie ist  dennoch eine völlig logische Geschichte, die in dem Grund-Prinzip enthalten ist. Wenn das  PROGRAMM aus seiner gegenwärtigen Manifestation heraus zurückverfolgt wird, dann führt das  logisch zu immer einfacheren und einfacheren Strukturen bis hin zurück zum Ur-Knall, in dem das  Universum verschwindet. Es ist die logische Reduktion auf einem Punkt, aus dem heraus sich alles  entfaltet, so wie die Zahlen mit 1 beginnen und sich als 2, 3, usw. entfalten.  Die Vor-Geschichte kann somit gar nicht anders sein. In einem Ur-Punkt liegt das universelle  Prinzip, das Grund-Prinzip, aus dem sich einfachste Strukturen ergeben, die sich stabilisieren,  interagieren, organisieren und sich untereinander zu komplexeren Strukturen zusammenschließen.  Die wissenschaftliche Entstehungs-Geschichte ist somit nicht unwahr, aber auch nicht wahr, so wie  sie geschildert wird. (Dies gilt im Übrigen für viele Aussagen der Wissenschaft.) Es bedarf einer  differenzierteren Betrachtung: Nur unter der Prämisse, dass sich ein Subjekt im Universum befunden  und diese Geschichte wahrgenommen hätte, wäre diese Geschichte materiell so passiert.  Die wissenschaftliche Entstehungs-Geschichte ist nur ein theoretischer Prozess, der aber in Gegenwart eines Subjekts praktisch so abgelaufen wäre. Gleichnis: Diese Entstehungs-Geschichte ist wie eine Geschichte in einem Buch. Sie ist prinzipiell  geschrieben. Aber erst an einem bestimmten Punkt, dem geeigneten Punkt des Einstiegs in die  Geschichte, beginnt das Individuum zu lesen. Ab hier läuft reale Zeit und die Geschichte wird in der  Vorstellung lebendig. Sie wird individuell materialisiert. Der Leser nimmt automatisch an, dass die  Anfänge der Geschichte ebenso materiell waren. Aber das ist nur eine Unterstellung, die im Kontext  ganz selbstverständlich erscheint. In Wahrheit wurde die Vor-Geschichte aber noch nicht aus der Ich-  Perspektive erzählt. Es gab keine Ego-Einstiegsmöglichkeit für das Subjekt.  Die Gegenwart baut logisch auf der Vergangenheit auf, weshalb die Vor-Geschichte in der  Gegenwarts-Geschichte enthalten ist. Fossilien liegen in der Geschichte innerhalb des PROGRAMMS  in der Wirklichkeit. Es gibt sie, aber nicht praktisch, sondern nur theoretisch, solange sie niemand  findet. Wenn Wissenschafter solche Fossilien entdecken, dann blättern sie im Buch der prinzipiellen  Geschichte zurück und materialisieren in ihrer Vorstellung diese Funde. All die Erkenntnisse der  Naturwissenschaften über die Entstehung des Universums, des Sonnensystems, der Erde, des  Menschen sind also theoretisch wahr. Theoretisch.  Die verwirklichte Geschichte muss einen Beginn besitzen, der keine materielle Vor-Geschichte  besitzen kann, aber auch nicht der Ur-Knall war. Wann war dieser Beginn? Jedenfalls kann die  Geschichte nur in einem Stadium manifest werden, in welchem es bereits komplexeste Systeme mit  Ego-Position gibt, also mit funktionsfähiger Selbst-Reflexion. Nur dieser Punkt passt als  Einstiegspunkt für ein Subjekt aus der Wirklichkeit. Diese selbst-referenziellen Systeme müssen auch  in ihrer Manifestation komplexe Körper sein, die gemäß der ihnen inhärenten Gesetze eine passend  komplexe Umwelt brauchen, in der sie agieren und mit der sie interagieren können.  Vorstellungs-Welten erscheinen ausgreift und plötzlich wie Träume. Sie beginnen an selbst-reflektiven Punkten im PROGRAMM. Vor diesen Punkten ist das PROGRAMM nicht als materielle Welt verwirklicht.   [1] Diesem Algorithmus muss ein relativ einfaches Prinzip, eine Formel zugrunde liegen. Sie wurde  die Welt-Formel genannt. Sie wird von der Wissenschaft aber nicht gefunden werden können. Sie  kann keine mathematische Formel sein. Sie muss Vorstellung und Wirklichkeit, Horizontalität und  Vertikalität verbinden und auf alle 3 Faktoren des Kosmos Rücksicht nehmen:  Materie, Information  und Bewusstsein. Sie muss eine holistische Formel sein, eine Formel aus Prinzipien, nach welcher die  Vorstellungs-Welt sowie auch der Akt der Vorstellung selbst funktioniert.  [2] Das Kausal-Prinzip basiert aber auf einer noch grundlegender Ur-Idee: dem Prinzip der 2. Ohne  dieses Dual-Prinzip gäbe es kein Kausal-Prinzip, das aus 2 Polen, Ursache-Wirkung, besteht. Das  Dual-Prinzip muss somit das PROGRAMM untrennbar mit dem Kausalitäts-Prinzip durchziehen.  Jedes System muss sich immer in 2 Ur-Varianten „positiv“ und „negativ“ zeigen. Diese Varianten  bedingen einander. Sie sind im Prinzip 1, aber im Prozess 2.  2 Positionen brauchen aber immer eine 3. Position als neutralen Bezugs-Punkt, der die Positionen  unterscheidbar macht. 3 ist Konsequenz der 2. 3 Positionen sind nötig, um das einfachste  Informations-System definieren zu können. Die neutrale Position liegt als Vermittler der Extreme in  der Mitte des Dual-Systems. Das Dualitäts-Prinzip enthält also notgedrungen das Trinitäts-Prinzip.  Es ist die Ur-Trinität an der Wurzel aller Trinitäten: 3 Ur-Positionen.  Auf dem Trinitäts-Prinzip beruhen alle Gabelungen und Abzweigungen im PROGRAMM. Ein Prozess  hat an jedem Punkt zwei Möglichkeiten: neutral weiterführen oder abzweigen. Wenn er abgezweigt,  gibt es wieder zwei Möglichkeiten: positiv oder negativ abzweigen? Er hat also im Ganzen 3  Möglichkeiten. Es entsteht ein komplexes Netz an Kausalitäten, eine Verästelung, die sich in der  Geschichte der Arten zeigt, in Wurzeln, Ästen, Adern, Flüssen, Straßen, in jedem Netz-Werk.  [3] Wenn ein Mensch zu seinem Anfang zurückverfolgt wird, dann ist er ein genetischer Code. In  diesem Code liegt im Prinzip der ganze Mensch. Der Code ist komplex, aber einfach im Vergleich zur  Komplexität des Körpers, der kausal aus ihm hervorgeht. Jede Zelle dieses Menschen trägt im Kern  denselben Code. Viele verschiedene Zellen aber nur ein Code. Wenn das Universum zu seinem Anfang  zurückverfolgt wird, dann ist am Anfang ebenso ein „genetischer“ Code. Dieser Code ist das Grund-  Prinzip. Nach diesem Algorithmus sind Universum und jeder seiner Teile gebaut.  [4] Das System des Atoms kann nur mehr in seine Elementar-Teile zerlegt werden, die fundamentalen  Ur-Bausteine der Materie. Sie haben vielleicht ups und downs, sind aber keine echten Systeme. Erst  im Atom bilden sie ihr erstes System. Darum muss das Atom als einfachstes System im Universum  gelten, als Ur-System. Es ist nicht mehr auf ein noch einfacheres System reduzierbar, sondern es kann  nur mehr in seine interagierenden Einzelteile zerlegt werden.  Das Atom ist das einfachste Informations-System an der Basis aller Systeme. Die Komplexität des  PROGRAMMS muss hier am Anfang auf seine maximale Einfachheit reduziert sein. Der Algorithmus  des Atoms muss zum Atom passen. Da Atome alle Systeme im Universum nach dem ihnen inhärenten  Prinzip aufbauen müssen, müssen alle Systeme auf diesem Funktions-Prinzip basieren. Das  PROGRAMM und jeder seiner Teile laufen an der Basis nach demselben Prinzip.  [5] Wenn in den einfachen Ur-Algorithmus ca. 14 Milliarden Jahre hineininterpretiert werden, dann  steht die heutige, komplexe Welt prinzipiell da. Woher die Vielfalt? Die Fraktale und ihre Prozesse  sind nur im Prinzip Kopien. Da jede Kopie ihre ganz eigene Position im Muster besitzt, ist sie auch  eine Variante. Sie hat spezielle Information, die sie erst zur Variante macht. Diese Varianten  interagieren horizontal miteinander nach dem Grund-Prinzip und bilden so neue Varianten heraus.  Es ist im Prinzip das Zeugen von Nachkommen.  Wenn der mögliche Varianten-Reichtum einer Ebene erschöpft ist, schließen sich diese Nachkommen  auf einer höheren Ebene zu einer komplexeren Kopie zusammen. Diese Kopie nimmt im  übergeordneten Muster aber selbst eine einzigartige Position ein, weshalb sie eine Variante ist. Auch  diese komplexeren Varianten interagieren wieder und bringen an einem Punkt der Sättigung ihres  Prozesses noch komplexere Varianten hervor, usw. Am Ende des Kausal-Prozesses steht der Mensch  als komplexeste Kopie und Variante des Grund-Prinzips.  [6] Das Prinzip der Rückbezüglichkeit findet sich überall in den Kreisläufen in der Natur. In diesem  Prinzip liegen die Prinzipien von Kreis, Kugel, Rotation, Zentrum, Orben in den Atomen, in den  Sonnen-Systemen. In ihm liegen die Jahreszeiten, Ebbe und Flut, Tag und Nacht. Auf ihm beruhen  die Zyklen der Frau. In ihm liegt das Prinzip der Wach- und Schlaf-Zyklen. Jeder Zyklus folgt auf  seiner Ebene demselben Grund-Muster in seiner spezifischen Variante.  Die Spirale ist ein Symbol dieses Prinzips. (Sie zeigt sich essentiell im Aufbau der genetischen Helix.)  Eine Spirale beschreibt nicht nur den Kreislauf, sondern auch das Vorwärtskommen des Prozesses.  Jeder Prozess ist ein Kontinuum, innerhalb dessen es immer einen Schritt auf die nächste Ebene der  Spirale gibt. Hier wird etwas Altes auf neue Art und Weise vollzogen. Es ist ein Übergang der Natur  auf die nächste Stufe ihrer Entfaltung. Es ist das Phoenix-Prinzip.  Diese Ur-Spirale muss immer wieder in sich selbst gedreht sein, weil sie gemäß ihres eigenen Prinzips  aus fraktalen Ebenen bestehen muss. Es ergeben sich größere und kleinere Übergänge eines  Prozesses. Auf der komplexesten Ebene des PROGRAMMS muss der Ur-Prozess in eine Vielzahl an  fraktalen Sub-Zyklen aufgegliedert sein, die miteinander in Wechselwirkung stehen und vielschichtige  Systeme mit ineinander geschachtelten Ebenen aufbauen.  Ein fraktales Bild ist eine komplexe Struktur. Aber es besitzt nur einen einzigen Ur-Sprung, in  welchem das Ur-Muster liegt. Dieses relativ einfache Ur-Muster ist nach seinem eigenen Ur-Muster  dupliziert, womit es ein komplexeres Muster ergibt, das im Prinzip identisch ist. Dieses komplexere  Muster ist wiederum nach seinem eigenen Muster dupliziert, usw. Das Bild wird exponentiell  komplexer, je weiter sich der Betrachter vom Ur-Sprung entfernt.  [7] Das Gehirn ist das Programm, das für die Selbst-Reflexion zuständig sein muss, denn es ist das  komplexeste System dieses Planeten. Die ersten Gehirne gibt es in den ersten Wirbeltieren vor ca. 500  Mio. Jahren (Fische). Hier kann es noch keine Ego-Position geben. Hier liegt erst der Anfang der  Ebene der komplexen Systeme, auf der eine Ego-Position entstehen kann. Die einfachen Gehirne sind  nur die ersten zentralen Regulatoren in Systemen. Diese Systeme besitzen eine interne Steuerung, ein  Zentrum, das aber selbst noch kein Zentrum besitzt.  Vielleicht vor rund 2 Mio. Jahren im Homo Erectus beginnt sich das Ego-Zentrum zu formen. Es kann  am Anfang noch nicht klar definiert sein. Das Ego muss noch zu einem Feld ausgedehnt sein, das  Teile der Umwelt als sich selbst begreift. In weiteren Graden mag das Feld manchmal kontrahieren  und ein echtes Selbst-Modell mit Ego aufflammen. In höheren Graden flammt es ständig auf, ist aber  jeden Augenblick neu. Es gibt noch kein Verstehen von Vergänglichkeit, solange das System keine  Kontinuität in seinen Selbst-Modellen erkennen kann.  Vielleicht vor rund 100.000 Jahren im Homo Sapiens stabilisiert sich die Ego-Position. Sie ist erstens  nicht mehr weiter einzuengen, weil die minimale Grenze eines Systems nicht enger sein kann, als das  System, das diese Grenze definiert. Und das System erkennt zweitens die Gemeinsamkeit in seinen  Selbst-Modellen. Es reflektiert nicht nur über sich, sondern auch über seine Modelle. Hier beginnt  relativ stabile Selbst-Reflexion, auf der alle Grade von Selbst-Erkenntnis aufbauen. Hier beginnt  Kultur und Kreativität. Es ist die höchste Ebene im PROGRAMM.  Wenn man den Ur-Knall vor rund 14 Milliarden Jahren ansetzt, dann ist die Zeit-Spanne zwischen  dem Anfang einer relativ stabilen Ego-Position bis zum heutigen Menschen rund 0,0007% des  Gesamt-Prozesses. 99,9993% des PROGRAMMS  sind damit beschäftigt, diese stabile Ego-Ebene  hervorzubringen. Da sie die höchste Ebene im PROGRAMM sein muss –  sie kann nur mehr  horizontal komplexer werden – kann sie nur der entscheidende Abschnitt der Geschichte sein. Das  PROGRAMM dreht sich um diese Ebene, denn nur hier gibt es Ich-Zentren.  [8] Gemäß Aussagen der Astro-Physik ist die Expansionsrate des materiellen Universums an seinem  Ausgangspunkt auf 18 Kommastellen (ein Trillionstel) genau getuned. Auch andere Parameter sind  innerhalb einer Mikro-Bandbreite extrem fein abgestimmt. Wenn der Ausgangspunkt des Universums  mit allen Sandstränden dieser Erde verglichen wird, dann hätte die Addition oder Subtraktion nur  eines einzigen Sandkorns das Universum wieder kollabieren oder zu schnell expandieren lassen,  womit es keinen Lebensraum für Individuen hätte darstellen können.   Da das materielle Universum aber nicht ohne Individuum bestehen kann – Objekt und Subjekt sind  untrennbar – ist es logisch, dass dem materiellen Universum ein informationelles Konzept zugrunde  liegt, das nicht willkürlich von einem „Gott“ entworfen wurde, sondern ein natürliches, prinzipiell  unveränderliches Konzept darstellt.  Das Universum stellt sich im Prinzip immer gleich dar. Es ist wie  ein natürlich vorgegebenes Spiel-Programm mit individuellen Varianten. Es ist wie eine Gebärmutter.  Gebärmütter sind in der Praxis zwar verschieden, aber jede ist vom Prinzip her identisch. 
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