1 Relativer Solipsismus 2 Wirklichkeit und Illusion 3 Programm der Natur 4 Mensch und Individuum 5 Kosmische Lebenserhaltung 6 Theismus und Atheismus 7 Geistiger Pfad Über mich zur I.  Haupt-Schrift zur II. Haupt-Schrift
II.2 Wirklichkeit und Illusion Information und Materie.       Der Begriff Kosmos (griech. kósmos: Ordnung) bezeichnet die Gesamtheit aller bestehender  Objekte. Kosmos ist die Summe allen Bestandes, die Totalität aller Prozesse. Ein Objekt der  Vorstellung besteht aus Materie/Energie. Diesem Konstrukt muss Information zugrunde liegen, denn  ohne sie würde das Konstrukt seine strukturelle Integrität verlieren. Es kann keine Vorstellungen  geben, wenn es keine zugrunde liegende Information gäbe, die vorgestellt wird. Materie und  Information sind die beiden Bestandteile des Kosmos. Der Kosmos steht als materielle und  immaterielle Objekte dem Subjekt gegenüber. [1]  Das Verhältnis von Materie und Information ist das Verhältnis von Form und Inhalt.  Information ist immaterieller Inhalt, der in einer materiellen Form manifest ist. Information tritt in  den Vorstellungs-Welten als Materie in Erscheinung. Form ist kristalliner Inhalt. Materie ist  „inkarnierte“ Information. Jede materielle Form braucht ihren immateriellen Inhalt, der die Materie  in-formiert, ihr Gestalt vermittelt. Information beschreibt die spezifischen Eigenschaften des  materiellen Objekts. Informationen sind seine strukturellen Parameter. Es kann keine Materie ohne  Information existieren. Information muss der Materie immer immanent sein. [2]  Materie und Information stehen im Verhältnis von Form und Inhalt. Materie kann nicht ohne Information existieren. Materie ist immer Trägermedium von Information. Aber gilt auch der Umkehrschluss? Braucht  Information immer Materie als Trägermedium? Antwort: Nein!  Information muss auch unabhängig  von Materie bestehen können, denn:  1. Tiefschlaf-Problem: Der materielle Körper des Subjekts ist eine Vorstellung. Wenn er nicht  vorgestellt ist, ist er dematerialisiert. Im Tiefschlaf verschwinden alle materiellen Objekte einer Welt  als Trägermedien von Information, so auch der Körper des Subjekts. Dennoch bleibt die Information  zurück, die beim Erwachen wieder erinnert wird. Körper und Umwelt erscheinen wieder in der  Vorstellung. Wenn mit der Dematerialisation des Körpers auch die Information vernichtet würde,  könnte die Welt nicht wieder vorgestellt werden. Die der Welt zugrunde liegende Information kann  somit nicht an die Materie als Trägermedium gebunden sein.  2. Herkunfts-Problem: Die materielle Welt erscheint gemeinsam mit dem Subjekt. Ein Subjekt  taucht in seine materielle Vorstellungs-Welt wie in eine Traum-Welt ein und erschafft sich diese Welt  mit seinem Kommen. Aber woher kommt das Subjekt? Von woher taucht es ein? Es kann nicht aus  dem Absoluten kommen, denn „von nichts kommt nichts“. Wenn ein Subjekt aber weder aus dem  Absoluten noch aus der Vorstellungs-Welt kommen kann, kann es nur von der immateriellen  Informations-Ebene des Kosmos kommen, der Wirklichkeikt, die der materiellen Welt zugrunde liegt.  Diese Ebene muss Bestand haben, noch bevor die Vorstellungs-Welt entsteht.  Information muss der materiellen Welt vorgelagert sein. Sie kann in ihrem Bestand nicht von einem materiellen Trägermedium abhängen. Aus materieller Sicht sind Materie und Information zwei Seiten einer Medaille. Auf der  Vorderseite erscheint das materielle Vorstellungs-Objekt, auf der Rückseite ist das immaterielle  Informations-Objekt. Es ist die abstrakte Idee, das Konzept, der Plan. Hier sind die Eigenschaften  codiert, die das Objekt in der materiellen Vorstellung annimmt. Es ist der „genetische“ Code des  Objekts. Es wird also das Subjekt darüber informiert, in welcher Form es sich ein Objekt vorzustellen  hat. Die Vorstellung erfolgt aufgrund der Information, die dem Subjekt zur Verfügung steht. Das  Subjekt manifestiert diese Information in seiner Vorstellung.  Aus informationeller Sicht sind Information und Materie wie Grundstück und Haus. Information  ist die Grundlage, auf der Materie aufbaut. Ein Subjekt kann sich nur aufgrund von Information  etwas vorstellen, aber es muss sich die Information nicht vorstellen. Jedes Haus braucht ein  Grundstück. Aber auf einem Grundstück muss kein Haus gebaut sein. Aus der Sicht des Hauses kann  das Grundstück nicht entfernt werden, ohne das ganze Haus zu entfernen. Aus der Sicht des  Grundstücks kann das Haus aber entfernt werden, ohne etwas am Bestand des Grundstücks zu  ändern. Das Grundstück bleibt als Grundlage potentieller Häuser bestehen.  Wo aber befindet sich das Grundstück? Was ist das Speichermedium von Information? Da weder  Absolutes noch Materie Frage kommen, kann das Speichermedium nur Bewusstsein sein.  Information muss im wachen Geist aufrechterhalten werden. Information ist kein sinnliches, aber ein  geistiges Objekt. Es kann nur in der Wahrnehmung Bestand haben. Information kann zwar ohne  Materie Dasein besitzen, niemals aber ohne Bewusstsein. Es kann keine absolut unbewusste  Information im Kosmos geben. Sie kann zwar außerhalb bestimmter Bewusstseins-Felder liegen und  in Relation zu den Feldern unbewusst sein. Aber sie ist immer Inhalt irgendeines Feldes. [3]  Information ist das Fundament der Vorstellungs-Welten. Dieses Fundament liegt im Bewusstsein. Wirklichkeit und Vorstellungs-Welten. Information ist geistiger Wahrnehmungs-Inhalt. Wahrnehmungs-Inhalte sind Objekte. Objekte  konstituieren das, was man als Welt bezeichnet. Eine Welt besteht aus Objekten. Was nicht aus  Objekten besteht, ist keine Welt, sondern Absolutes oder Subjekt. Sinnliche Wahrnehmungsinhalte  konstituieren eine materielle Welt, geistige Wahrnehmungsinhalte konstituieren eine immaterielle  Welt. Da der Kosmos aus sinnlich und geistig wahrnehmbaren Objekten besteht, muss er somit aus  zwei Welten bestehen: Einer sinnlich-physischen Welt und einer geistig-metaphysischen Welt. Sie  stellen die vertikalen Pole des Kosmos dar.  Den physischen Vorstellungs-Welten muss die meta-physische Informations-Welt zugrunde  liegen. Diese Welt ist die subsistierende Wirklichkeit. Wirklichkeit impliziert Wirkung. Wirklichkeit  wirkt. In der Wirklichkeit liegen die wirkenden Ur-Sachen. Es sind die Konzepte, Pläne, Programme  hinter den Vorstellungs-Welten. Die materiellen Vorstellungs-Welten sind bewirkte Welten. Hier  zeigt sich die immaterielle Wirklichkeit in materielle Vorstellungen gehüllt.  Sie wird mit Materie  bekleidet. Wirklichkeit ist somit ein vertikal-kausaler Bereich, in welchem sich die informellen  Fundamente der vorgestellten Objekte und Ereignisse der horizontal-kausalen Welten befinden. [4]  Die beiden Daseins-Ebenen des Kosmos sind Wirklichkeit und Vorstellungs-Welten. Eine Vorstellungs-Welt ist an ihrer Wurzel eine geistige Illusion. Sie ist wie ein Traum. Traum  und Wirklichkeit sind ein duales Begriffspaar. Sie schließen einander qualitativ aus. Es besteht ein  Bruch. Wenn etwas nicht Wirklichkeit darstellt, dann ist es Illusion. Wenn etwas Illusion ist, dann ist  es keine Wirklichkeit. Die wirkliche Illusion oder die illusionäre Wirklichkeit sind absolute Paradoxa.  Es gibt nur wirkliche Realität und illusionäre Realität. Die wirkliche Realität zeigt Objekte, wie sie  wirklich sind. Wenn sie anders erscheinen, als sie in Wirklichkeit sind, dann sind diese  Erscheinungen illusionäre Realität, Virtualität, Unwirklichkeit, Täuschung, Traum. [5]  Die Vorstellungs-Welt ist eine virtuelle Realität. Wirklichkeit hingegen ist bar jeder Illusion. Sie  ist eine allgemeingültige Grundlage. Wirklichkeit vereint, Unwirklichkeit trennt. Es gibt nur eine  einzige Wirklichkeit, aber viele Illusionen, so wie es nur eine Wahrheit über einen Sachverhalt, aber  viele Lügen über ihn geben kann. Wirklichkeit muss die tatsächliche Lage sein, in welcher das Subjekt  sich befindet. Wenn jede individuelle Vorstellung subtrahiert wird, dann bleibt die wirkliche  Gegebenheit übrig, das nackte Fundament. Und auf dieser bezüglich aller Subjekte objektiven  Grundlage müssen alle Vorstellungs-Welten aufbauen.  Wirklichkeit ist die Grundlage jeder Vorstellungs-Welt. Sie besitzt Gültigkeit für jedes Subjekt. Aus objektiver „Perspektive“ ist der gesamte Kosmos Illusion, denn er besteht objektiv nicht. Es  kann aber keine objektive Perspektive, sondern nur subjektive Perspektiven geben. Eine objektive  „Sicht“ auf den Kosmos kann also niemand einnehmen, weshalb es unwahr ist, alles pauschal als  Illusion zu bezeichnen. Es wäre ein widersprüchlicher Standpunkt. Der Kosmos würde als  Unwirklichkeit bezeichnet werden, aber man würde keine Wirklichkeit finden können, denn  Absolutes besitzt keine Wirkung. Darum muss der Begriff Illusion für die Vorstellungs-Welten  vorbehalten bleiben, dem der Begriff Wirklichkeit gegenüber steht.  Vorstellungs-Welt und Wirklichkeit stehen in Bezug zueinander. Wirklichkeit ist in Relation zur  Vorstellungs-Welt die Wirklichkeit. Sie muss sich von der Vorstellung aber radikal, also an der  Wurzel unterscheiden, denn es besteht kein quantitativer Unterschied in Graden, sondern ein  qualitativer Unterschied in der Natur des Daseins: materielles und immaterielles Dasein. Es kann  zwischen diesen Ebenen keinen Mittler geben, denn: entweder materiell oder immateriell. In diesem  absoluten Gegensatz gibt es keinen Kompromiss. Vorstellungs-Welt und Wirklichkeit können daher  nicht kontinuierlich ineinander übergeführt werden. Es besteht eine Kluft. [6]  Vorstellungs-Welt und Wirklichkeit trennt der große Abgrund. Natur der Wirklichkeit. Ein Objekt kann zwei unterschiedliche Zustände besitzen. Diese Zustände sind der materielle  und immaterielle Zustand, wobei der materielle Zustand den immateriellen Zustand enthält, der  immaterielle Zustand aber nicht den materiellen Zustand. Was aber ist ein immaterieller Zustand?  Was ist die Natur von Information? Woraus besteht sie? Wie kann man sich die Welt der  Information, die Wirklichkeit, vorstellen? Antwort: Gar nicht. Die Wirklichkeit kann nicht vorgestellt  werden, denn sie ist ex definitione keine Vorstellungs-Welt. Sie ist sinnlich nicht erfassbar. Es kann  aber mittels Logik auf ihre Natur geschlossen werden:  1. Materie und Energie sind eins. Sie entstehen aus zwei Perspektiven auf denselben Zustand  eines Objekts der Vorstellungs-Welt. Energie ist Schwingung. Sie ist eine Sinus-Kurve, eine Welle,  eine Krümmung. In einer Vorstellungs-Welt ist alles gekrümmt, gebogen, gedreht, gezerrt in  unterschiedlichen Ausmaßen. Es gibt hier keine Gerade. Die Gerade ist der Gegensatz der  Krümmung. Wenn etwas gekrümmt ist, dann liegt dieser Krümmung eine Gerade zugrunde. Die  Gerade ist der perfekte, vollkommene Zustand einer Linie. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit der  Linie, absolute Gerade zu sein, aber viele Möglichkeiten der relativen Krümmung.  Information ist nicht materiell/energetisch. Sie kann daher keine Schwingung, Krümmung oder  Kurve sein. Sie kann nur mit einer Geraden verglichen werden. Eine Gerade kann Information nicht  in verschiedenen Wellen codieren, aber sie kann wie ein Seil in unterschiedlichen Graden gespannt  sein. Informationen könnten also als die Beziehungen zwischen strukturierten Spannungsfeldern im  Geist begriffen werden, inhaltlich bewegliche, geistige Strukturen, die Muster bilden und in Relation  zueinander stehen. Geist ist der Stoff der Wirklichkeit ebenso wie auch der Stoff jeder Vorstellungs-  Welt. Geist ist die Substanz des gesamten Kosmos. [7]  Information muss als strukturierte Spannungsfelder im Geist verstanden werden. 2. Wenn Materie vom Objekt subtrahiert wird, dürfen damit nicht auch die positiven  Eigenschaften subtrahiert werden, ansonsten nur die negativen Eigenschaften des Absoluten bleiben  würden. Information ist nur negativ in Bezug zur positiven Materie, nicht aber negativ in Bezug zum  Bestand des Kosmos, dessen Teil sie ist. Was auch immer besteht, es muss aus positiven  Eigenschaften bestehen. Auch das immaterielle Objekt muss daher vom Prinzip her begrenzt,  definiert, unterscheidbar, wahrnehmbar, veränderlich, dimensioniert, zeitlich, beweglich, in  Kausalitäten eingebunden, abhängig und damit relativ sein.  Prinzipielle Identität von Eigenschaften materieller und immaterieller Objekte bedeutet,  Identität in der Funktionalität, nicht aber in der Qualität. Es sind keine Form-Grenzen, sondern  Inhalts-Grenzen (Definitionen); keine Form-Unterscheidbarkeit, sondern eine Unterscheidbarkeit  des Inhalts; keine räumliche Veränderung im Sinne des Wechsels der Form oder des Ortes, sondern  des Wandels von Inhalten und geistigen Positionen; keine Zeit im Sinne eines quantitativen Flusses  sinnlich wahrnehmbarer Veränderung, sondern Zeit im Sinne einer geistig wahrnehmbaren  Veränderung von Inhalten. Wirklichkeit muss ihre Äquivalente zur materiellen Welt besitzen.  Auch ein Objekt der Wirklichkeit muss aus positiven Eigenschaften bestehen. 3. Wirklichkeit muss eine dimensionierte Welt sein, denn sie besteht aus Objekten. Sie kann aber  nicht 3-dimensional sein, denn nur Vorstellungen sind räumlicher Natur. Wirklichkeit muss als 2-  Dimensionalität begriffen werden. Die Assoziation mit einer ausgedehnten Ebene darf aber nur  gleichnishaft verstanden werden. Sobald sich das Subjekt eine Vorstellung von 2-Dimensionalität  macht, wird sie zur 3-Dimensionalität. 2-Dimensionalität muss unvorstellbar bleiben. Darum nimmt  sie keinen Platz im vorgestellten Raum ein. Sie ist aus rämlicher Sicht ein dimensionsloser Punkt, der  aber seine eigenen Dimensionen der Informations-Struktur besitzen muss. [8]  Wirklichkeit befindet sich aus der Sicht der Vorstellungs-Welt in einem Punkt. Sie besitzt keine vorstellbare, räumliche Ausdehnung. 4. Es müssen sich stets Subjekte in der Wirklichkeit befinden, die sich dieser Wirklichkeit  bewusst sind. Wirklichkeit besteht aus Objekten, die nicht ohne Subjekte bestehen können. Sie sind  Wahrnehmungsinhalte und müssen darum einem Subjekt bewusst sein. Das Subjekt, das in seine  Vorstellungs-Welt versunken ist, ist sich der Wirklichkeit aber nicht bewusst. Die Wirklichkeit ist für  das schlafende Subjekt kein unmittelbarer Wahrnehmungsinhalt. Sie liegt außerhalb seines  Bewusstseins-Feldes. Es muss darum notgedrungen auch wache Subjekte geben, für die die  Wirklichkeit einen Wahrnehmungsinhalt darstellt. Sie halten Wirklichkeit aufrecht.  Ein Subjekt in der Vorstellungs-Welt kann Information vergessen, sich aber wieder an diese  Information erinnern. Da diese vergessene Information nicht fix in der Materie gespeichert sein  kann, muss sie in der Wirklichkeit liegen. In der Wirklichkeit kann sie aber nur bestehen, wenn sie  einem Subjekt bewusst ist. Die Tatsache, dass sich das Subjekt der Vorstellungs-Welt vergessene  Informationen wieder in Erinnerung rufen kann, erzwingt ein Subjekt in der Wirklichkeit, das diese  Information in seinem geistigen Wahrnehmungs-Feld stets aufrechterhält. Und es kann sich nicht  nur ein Individuum in der Wirklichkeit befinden. Es muss ein Plural sein. [9]  Wirklichkeit muss von Subjekten aufrechterhalten werden. Wirklichkeit ist der Lebensbereich wacher Individuen. 5. Wirklichkeit muss sich im Bewusstsein befinden, denn sie kann weder im Absoluten noch in  der Vorstellungs-Welt sein. Bewusstsein muss sich aber gleichzeitig auch in der Wirklichkeit  befinden, denn es hält diese Wirklichkeit in der Wahrnehmung aufrecht. Wirklichkeit befindet sich in  einem Punkt und der Punkt befindet sich umgekehrt in der Wirklichkeit. Das ist die unvorstellbare  Beziehung von Bewusstsein und Information. Begriffe wie „innen“ und „außen“ als räumliche  Bezugsbegriffe besitzen nur Gültigkeit in den Vorstellungs-Welten. In der Wirklichkeit kann es nur  informationelle Inklusivität und Exklusivität als Äquivalente geben.  Wirklichkeit befindet sich im Bewusstsein. Bewusstsein befindet sich in der Wirklichkeit. 6. Wirklichkeit muss aufgrund ihrer immateriellen Natur aus Sicht der Vorstellungs-Welten eine  relativ paradoxe Welt sein. Materie und Information besitzen unterschiedliche Qualitäten. Wer in der  Vorstellungs-Welt etwas weggibt, besitzt es nachher nicht mehr.  Wer in der Materie 5 hat und eines  weitergibt, hat nachher 4. Auf der Ebene der Information ist dieser Satz aber nicht gültig. Wer  Information weitergibt, hat nachher nicht weniger Information. Er hat nur weniger Energie, weil sie  zur Informationsübermittlung in der materiellen Welt nötig ist. Wirklichkeit ist relativ paradox, wenn  das Subjekt etwas weggeben kann und es dennoch behält.  Einem Informations-Objekt kann räumlich an verschiedenen Positionen begegnet werden, es  bleibt aber in Wirklichkeit doch nur ein Objekt. Dieselbe Information kann in vielen Büchern stehen.  Die Bücher können niemals identisch sein, aber durchaus die in den Symbolen mitgeteilte  Information. Individuen der Wirklichkeit können in identischer Information eins und doch  gleichzeitig aufgrund verschiedener Information getrennt sein. Kurz: Wirklichkeit unterliegt eigenen  Regeln. Aber auch hier müssen die essentiellen Prozess-Elemente vorhanden sein: Subjekte, Objekte,  Dimensionen, Zeit, Veränderung, Prozesse, Wechselwirkung, Logik.  Wirklichkeit funktioniert nach den Regeln der Immaterialität. Aus Sicht der Vorstellungs-Welt ist es eine relativ paradoxe Welt. Wirklichkeit muss aus ihrer eigenen Sicht aber der normale Lebensbereich für wache Individuen sein. [1] Information ist Objekt. Sie ist von der Wahrnehmung eines Subjekts abhängig, denn Subjekt und  Objekt sind untrennbar. Information kann aber nicht sinnlich, sondern nur geistig wahrgenommen  werden. Wenn Information absolut unwahrnehmbar wäre, wäre sie Absolutes und könnte nicht  bestehen. Oder sie wäre Subjekt, das ebenfalls kein Wahrnehmungsinhalt ist. Aber  Information ist  keines von beiden. Da sie kein sinnlicher Wahrnehmungsinhalt ist, kann sie nur ein geistiger  Wahrnehmungsinhalt sein. Sie ist geistiges Objekt.  [2] Materie kommt von lat. mater, die Mutter, das umhüllende Prinzip. Materie ist der Stoff, der das  Subjekt in seiner Vorstellungs-Welt umhüllt. Er ist das Material, das Bündel aus relativen  Eigenschaften. Eine Vorstellungs-Welt ist materiell, aber Materie ist nicht die Substanz. „Substanz“  kommt von lat. sub: darunter, und sistare: bestehen. Substanz ist das Darunterliegende, die  Grundlage. Da Information die Grundlage der Materie darstellt und die Substanz der Information  Geist ist, ist die Substanz einer Vorstellungswelt Geist. Sie ist ein geistiges Gebilde.    [3] Man könnte meinen, reines Sein sei das Speichermedium von Information. Information im Sein  ist seiende Information. Allerdings ist es eine Eigenschaft von Information, seiend zu sein. Seiende  Information kann nicht in ihrer eigenen Eigenschaft gespeichert sein, weil sie diese Eigenschaft erst  seiend macht. Seiende Information ist. Aber es bleibt die Frage: Wo ist sie? Damit Information die  Eigenschaft seiend haben kann, muss sie irgendwo gespeichert sein. Da dieses Speichermedium aber  weder Materie noch absolutes Nichts sein kann, bleibt nur das geistige Muster im Bewusstsein.   Bewusstsein ist die Grundlage von Information. Es ist darum die wahre Substanz. Daher kommt der  Begriff Subjekt von lat. subiectus, unterlegt, unterstellt, zugrunde liegend. Bewusstsein ist die  „Hardware“, Information ist die Software, die Vorstellungs-Welt ist die virtuelle Welt. Die Hardware  des Kosmos ist somit das Leben selbst. In dieser lebendigen Hardware liegt die kosmische Software.  Information kann nicht außerhalb dieser Hardware bestehen, denn die Hardware ist ihr  Speichermedium. Information muss immer Bewusstseins-Inhalt sein. Sie ist geistiger Inhalt.   [4] Es ist eine Frage der Sichtweise, ob man Wirklichkeit als tiefer oder höher bezeichnet.  Wirklichkeit ist einerseits tiefere Wirklichkeit, denn sie ist die Grundlage aller Vorstellungs-Welten.  In ihr liegt die subsistierende Basis, auf der alle Vorstellungen aufbauen. Wirklichkeit ist andererseits  aber auch höhere Wirklichkeit, denn sie ist der materiellen Welt hierarchisch übergeordnet. In ihr  liegen die wahren Ursachen der materiellen Prozesse. Hier liegt die Quelle aller Projektionen und  Illusionen, die Schalthebeln der Vorstellungs-Welten, die Zentrale.  [5] Der Begriff „Wirklichkeit“ ist vom Begriff „Realität“ zu unterscheiden. Realität kommt von lat. res,  die Sache, das Ding. Jede Welt ist eine Realität, denn jede Welt besteht aus Dingen, aus Objekten. Der  gesamte Kosmos ist Realität. Realität ist nicht das Gegenteil von Illusion. Auch ein Traum ist Realität,  denn er besteht aus Objekten. Aber er ist keine wirkliche Realität, sondern eine vorgestellte Realität.  Das Absolute ist keine Realität, denn es besteht nicht aus Objekten. Es ist jenseits jeder Realität,  jenseits von Wirklichkeit und Illusion. Darum ist es nicht.   [6] Dieser Bruch besteht zwischen allen absoluten Gegensatzpaaren. Objekt ist niemals Subjekt; Lüge  niemals Wahrheit; Vorstellung niemals Abstraktion; Unwirklichkeit niemals Wirklichkeit. Objekt,  Lüge, Vorstellung, Unwirklichkeit können viele Gestalten besitzen, aber sie können niemals zu ihrem  Gegensatz werden. Der Unterschied liegt nicht in der Quantität, sondern in der Qualität. Materie  kann nicht entlang einer Skala in Information übergeführt werden. Darum führt kein horizontaler  Weg in die Wirklichkeit. Es ist vielmehr ein vertikaler Sprung.  Eine Version des Welten-Bruches erfährt jedes Subjekt, wenn es am Morgen aus seinen Träumen  erwacht. Die Vorstellungs-Welt wird nicht kontinuierlich in die Tages-Wirklichkeit übergeführt,  sondern das Subjekt kippt an einem gewissen Punkt in die Tages-Wirklichkeit. Es überschreitet einen  Abgrund zwischen zwei Welten. Dieser Abgrund ist aber nur ein virtueller Abgrund, ein Fraktal des  Abgrunds zur Wirklichkeit. Beim echten Bruch erfolgt kein Wechsel von einer Vorstellungs-Welt in  die nächste,  sondern Vorstellungs-Welten werden allesamt transzendiert.  [7] Gleichnis: Geist ist wie eine glatte Wasser-Oberfläche. Diese Glätte ist absolut. Es gibt keinerlei  relative Wellen. Der glatten Oberfläche sind aber verschiedene Spannungs-Intensitäten inhärent. Die  Oberflächen-Spannung besitzt relative Grade an struktureller Stabilität. Diese Spannung besteht  zwischen dualen Polen und definiert gleichzeitig diese Pole. Es muss eine dynamische, in sich  fluktuierende Spannungs-Struktur sein. Wenn diese Spannung in der Vorstellung durchbrochen wird,  entstehen Wellen. Diese Wellen sind die Energiemuster dieser Welt.  [8] Das Bild einer Ebene für 2-Dimensionalität ist insofern problematisch, als die Wirklichkeit eine  horizontale/parallele und eine vertikale/hierarchische Struktur aufweisen muss. Parallele  Informations-Felder bilden gemeinsam eine Ebene, aber diese Ebene besitzt fraktale Sub-Ebenen und  Meta-Ebenen der Information, womit sich Wirklichkeit aus Sicht der Immaterialität vielmehr als  Haus mit Ebenen und Zimmern darstellen muss. Es ist eine andere Qualität von “Raum”. Die 3.  Dimension der Wirklichkeit ist ihre fraktal strukturierte Informations-Tiefe.  [9] Kein Individuum kann sich der gesamten Wirklichkeit bewusst sein. Gesamt-Bewusstsein wäre  absolutes Bewusstsein. Bewusstsein aber ist ein relativer Faktor. Eine relative Perspektive muss  einschränken. Ein Subjekt muss einen Horizont besitzen, denn es ist als Individuum definiert und  damit begrenzt. Es muss somit noch ein 2. Individuum in der Wirklichkeit sein. 2 Positionen  bedingen eine 3. Position, über die die Beziehung der 2 definiert und stabilisiert wird. 3 bilden eine  stabile Gruppe, ein System. Damit ist die Grenze in die Pluralität überschritten.  Gott ist kein Individuum in der Wirklichkeit, denn Gott impliziert Vollkommenheit, Geschlossenheit.  Ein Individuum aber ist immer unvollkommen. Individuen sind dennoch insofern „Götter“, als sie  den geistigen Funken in sich tragen. Es gibt nur 3 Möglichkeiten, was unter Gott verstanden werden  könnte. 1. Gott ist das Absolute. Hier ist Gott tot. 2. Gott ist Geist. Hier ist Gott jedem Individuum als  Subjekt immanent. Das Subjekt ist bewusster Gott. 3. Gott ist der Kosmos. Hier wird Gott mit der  Gesamtheit aller Prozesse im Kosmos gleichgesetzt.  
Anfang Kontakt 2 Wirklichkeit und Illusion